DatenschĂĽtzer: "Heraus aus der Lethargie"
Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein und der Verbraucherzentrale Bundesverband wollen den Bürgern die Folgen der wachsenden Datensammelwut vor Augen führen.
Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) wollen den Bürgern die Folgen der wachsenden Datensammelwut von Unternehmen und vom Staat vor Augen führen und sie für die Bedeutung ihrer persönlichen Daten sensibilisieren. Gleichzeitig soll der Bundesgesetzgeber zu überfälligen Reformen im Datenschutzrecht angeregt werden. "Heraus aus der Lethargie, dem Desinteresse und der Resignation", rief ULD-Leiter Helmut Bäumler auf. "Sonst wachen Sie morgen in einer anderen Gesellschaft auf."
Die Grundpfeiler der Überwachungsgesellschaft sind längst gelegt, erklärten Vertreter des ULD und des vzbv. Besondere Sorgen bereitet Müller dabei beispielsweise die für 2006 geplante Einführung der Gesundheitskarte. Auf staatlicher Seite bemängelte Müller zudem die "unbeschränkten" Zugriffswünsche der Sicherheitsbehörden "auf die Telekommunikationsdaten sämtlicher Bürger" im Rahmen der umstrittenen Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG).
Mit einer knapp 170 Seiten umfassenden Broschüre mit "99+1 Beispielen und vielen Tipps zum Bundesdatenschutzgesetz" wollen die beiden Organisationen die Bürger nun aufmerksam machen auf die Auswirkungen ihrer länger werdenden Datenschatten.
Einen ausführlichen Bericht über die Kritik von ULD und vzbv an der gegenwärtigen Datenschutzpraxis und die Initiativen der beiden Organisationen bringt c't aktuell: (jk)