Studenten zeichnen futuristische Bentleys

Wie könnte ein Bentley in Zukunft aussehen? Diese Aufgabe wurde Design-Studenten des London Royal College of Art gestellt. Unter den vier Finalisten des Wettbewerbs befindet sich auch ein Kölner

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Von
  • Matthias Nauman

Crewe (Großbritannien), 2. Februar 2010 – Nicht nur das Fahrzeugdesign hat sich verändert, auch die Arbeitsweise auf dem Weg zur Gestalt des Autos. Den Designern stehen heute virtuelle Werkzeuge zur Verfügung, die manch ein Tonmodell unnötig machen. Dies spielte eine wichtige Rolle bei einem Studenten-Wettbewerb des London Royal College of Art (RCA). Unter den Teilnehmern wurden jetzt vier Finalisten ausgewählt, darunter auch ein deutscher Student. Zwei der Nachwuchs-Designer dürfen ein halbjähriges Praktikum bei Bentley im englischen Crewe antreten.

18 Studenten der renommierten Kunst- und Design-Hochschule hatten in den vergangenen Monaten die Gelegenheit, die Arbeit der Bentley-Designer näher kennen zu lernen und darüber hinaus eigene Ideen zu entwickeln. Raul Pires, der unter anderem für das Exterieur des neuen Flaggschiffs Mulsanne verantwortlich ist, und seine Kollegen trafen die Vorauswahl und verfeinern nun gemeinsam mit den vier Finalisten deren Entwürfe.

Studenten zeichnen futuristische Bentleys (10 Bilder)

Futuristisch: So stellt sich der deutsche Student David Seesing den Bentley der Zukunft vor.

Die Skizzen der Nachwuchs-Designer zeigen sehr futuristisch gezeichnete Coupé-Studien für das 21. Jahrhundert. Der aus Köln stammende David Seesing will mit seinem Entwurf unter Beweis stellen, wie sich radikales Design mit beeindruckender Aerodynamik kombinieren lässt. Der Finne Mikka Heikkinen hat ein High-Perfor­mance-Fahrzeug mit kraftvollen, geschwungenen Linien gezeichnet. Bora Kim aus Südkorea schwebt die Vision eines Bentley vor, bei dem der Besitzer je nach Fahrzweck einen unterschiedlichen Motor nutzen kann. Der Schwede Marten Wallgreen hat seine Idee eines neuen Continental GT mit einem mächtigen Heck zu Papier gebracht.

Die Studenten setzten dabei auch eine Computer-Software ein, mit der auch Fahrzeuge wie der Continental Supersports erstellt wurden. Denn moderne Entwicklungssoftware hilft nicht nur beim Gestalten selbst, es werden dadurch auch virtuelle Tests möglich. So setzt Bentley etwa das Programm PowerFlow ein, mit dem sich die aerodynamische Güte eines Entwurfs überprüfen lässt. Wer heute Fahrzeugdesign studiert, ist eben mehr als früher in der Pflicht, mit diesen Hilfsmitteln auch ein bisschen Ingenieur zu sein. (imp)