Webservices und die Flut der Konzepte
Für das Szenario, Firmensoftware per Webservice über unerwartete Ereignisse zu benachrichtigen, grassieren ebenso unterschiedliche Entwicklervorstellungen wie für andere Einsatzmöglichkeiten dieser Dienste.
Für das Szenario, Firmensoftware per Webservice (WS) über unerwartete Ereignisse zu benachrichtigen, grassieren ebenso unterschiedliche Entwicklervorstellungen wie für andere Einsatzmöglichkeiten dieser Dienste. Für die so genannten WS-Notifications und das zu Grunde liegende WS Resource Framework haben Softwareschmieden wie IBM, HP, SAP und Tibco zusammen mit dem Standardhüter fürs Grid-Computing Globus Alliance ein gemeinsames Konzept vorgestellt.
Die Vorstellungen konkurrieren aber mit dem jüngst vorgelegten Ansatz des WS-Eventing aus der Feder von Microsoft und BEA -- ohne diesen grundsätzlich abzulehnen. Tibco will beispielsweise zugleich beiden Vorschlägen Folge leisten: IBM habe bei den WS-Notifications zurecht auf Verträglichkeit mit Grid-Anforderungen und standardisierten Webservice-Verwaltungen geachtet; dagegen führe das WS-Eventing zu wesentlich einfacheren Anwendungen.
Beide Konzepte haben sich abseits der Standardisierungsgremien W3C, OASIS und IETF entwickelt. IBM plant immerhin, seine Vorstellungen binnen einiger Monate bei einer dieser Instanzen vorzulegen.
Ähnliche Diskrepanzen offenbarten sich etwa im September, als eine Firmengruppe um Sun und Oracle der OASIS Vorüberlegungen über zuverlässige Webservices präsentierte, während Microsoft, IBM, BEA und Tibco ihr eigenes Süppchen kochten. Die Liste der Beispiele ließe sich noch weiter führen -- ganz anders als die der Webservices selbst, von deren Durchbruch immer noch nur wenig zu sehen ist. (hps)