US-Justizministerium will Übernahme von PeopleSoft durch Oracle verhindern

Die Anti-Trust-Abteilung des US-Justizministeriums wird sich voraussichtlich gegen eine Übernahme von Peoplesoft durch den Datenbank-Spezialisten Oracle aussprechen.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Die Anti-Trust-Abteilung des US-Justizministeriums wird sich voraussichtlich gegen eine Übernahme von Peoplesoft durch den Datenbank-Spezialisten Oracle aussprechen. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise. Nach Angaben der Zeitung wollte das Ministerium zu dieser Frage jedoch keinen Kommentar abgeben. Am 12. Januar hatte die EU-Kommission ihre kartellrechtliche Prüfung der Fusion ausgesetzt -- wahrscheinlich, um sich mit dem US-Justizministerium zu koordinieren.

Oracle hatte 7,3 Milliarden US-Dollar für die Übernahme des Software-Rivalen PeopleSoft geboten, die PeopleSoft-Aktionäre weigern sich allerdings weiterhin hartnäckig: Nach einer Fristverlängerung für die Übernahme im Dezember hatten erst 10 Prozent ihre Aktien zum Angebotspreis für 19,50 US-Dollar an Oracle verkauft. PeopleSoft bekämpfte die Übernahme nach Kräften. Im November klagte Oracle gegen PeopleSofts Rabattpolitik, die bei Programmkauf eine Erstattung bis zum Fünffachen des Kaufpreises vorsah, falls PeopleSoft verkauft werden sollte. Bis Ende nächster Woche läuft noch die Frist, um Kandidaten-Vorschläge für die Peoplesoft-Vorstandswahlen einzureichen. Oracle möchte geeignete Kandidaten platzieren, die der Übernahme geneigt sind. (wst)