Fraunhofer-Software findet auf mobilen Geräten mehr

Eine von Fraunhofer-Forschern entwickelte C++-Library soll beliebige Inhalte auf Smartphones schnell durchsuchen können.

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Von
  • Christian Kirsch

Zwar lässt sich mit Verfahren wie der QuickSearchBox bei Android oder Spotlight auf dem iPhone in den Inhalten eines Smartphone suchen – da die Techniken aber auf wenige Datenarten wie Kontakte, Termine und MP3s begrenzt sind, haben Forscher des Berliner Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST) ein eigenes Verfahren entwickelt.

Die C++-Bibliothek FlashFind, die bislang für Windows Mobile und Linux vorliegt, durchsucht beliebige Dokumente auf dem Mobilgerät nach einem oder mehreren Begriffen. Zunächst soll die Technik eine Navigationssoftware aufwerten, in der Anwender dann ohne Rücksicht auf die interne Datenhierarchie Suchbegriffe wie "Bayern, Hofbräuhaus, München" eingeben können. Denkbar sei jedoch auch der Einsatz für eBooks und andere Dokumente.

Nach Angaben der Forscher ist FlashFind schnell genug, Kartenmaterial mit 10 Millionen Ortsinformationen auf einem aktuellen Smartphone zu durchsuchen. Eine Netzanbindung sei dafür nicht nötig. Die Technik ist zum Patent angemeldet und kann von der Fraunhofer-Gesellschaft lizenziert werden. (ck)