Microsoft in der Höhle des Löwen
Ein Manager des Software-Unternehmens hat sich auf der LinuxWorld Expo den Fragen der Besucher gestellt.
Martin Taylor, bei Microsoft zuständig für Plattform-Strategien, hat sich in die Höhle des Löwen gewagt und auf der LinuxWorld Expo in New York Rede und Antwort gestanden. Es sei für sein Unternehmen zu teuer und riskant, Software für Linux zu entwickeln, sagte er laut Medienberichten. Es gehe auch darum, geistiges Eigentum für sich zu behalten. Zudem sei es nicht einfach, Software wie Microsoft Office zu portieren und ähnlich lauffähig wie unter Windows zu machen. Damit gab er Argumente wieder, die Microsoft seit diesem Jahr in einer Kampagne verbreitet.
Der Microsoft-Manager musste sich diversen Fragen zur Lizenzpolitik, zu offenen Protokollen und dem Verhalten des Unternehmens gegenüber Linux stellen, heißt es in den Berichten. Doch habe Taylor nicht auf jede Frage geantwortet. Bereitwillig stellte er aber dar, dass sein Unternehmen auf Interoperabilität setzt. Es wisse, dass Kunden Linux für sich entdeckt haben. Seine Aussage, die Menschen kauften Microsoft-Produkte wegen der Qualität, des rechtlichen Schutzes und der Sicherheit, soll bei den Anwesenden heftiges Lachen provoziert haben. (anw)