Rails-3-Entwicklung im Zeitplan

An der jetzt veröffentlichten Beta für die nächste Generation des Frameworks Ruby on Rails haben über 250 Entwickler mitgearbeitet, die für insgesamt 4000 Einreichungen verantwortlich zeichnen.

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Von
  • Alexander Neumann

Die Entwickler des Frameworks Ruby on Rails befinden sich im Soll und haben, wie früher versprochen, die erste Beta für Rails 3 in dem von ihnen definierten Zeitfenster veröffentlicht. Rails-Erfinder David Heinemeier Hansson verkündete, dass sich 250 Entwickler gefunden hätten, die an dem Release mitarbeiten und für insgesamt 4000 Einreichungen seit der zurzeit aktuellen 2.3-Entwicklungsschiene verantwortlich zeichnen.

Rails 3 stellt eine grundsätzliche Überarbeitung des Frameworks dar, in die unter anderem der frühere "Konkurrent" Merb einfließt, nachdem die beiden Open-Source-Projekte Ende Dezember 2008 beschlossen hatten, zu fusionieren. Es setzt mindesten Ruby 1.8.7 voraus, funktioniert aber auch mit Version 1.9.2 der Skriptsprache. Weitere Neuerungen sind laut Release Notes eine dezente JavaScript-Unterstützung durch die Einbindung der JavaScript-Bibliotheken Prototype und jQuery. Des Weiteren gibt es eine einfachere Routing API, um die Webanwendungen auf Basis der REST-Architektur besser zu unterstützen.

Auch wird sich in Rails 3 eine Schnittstelle wiederfinden, mit der sich Plug-ins einfacher hinzufügen und verwalten lassen sollen. Zudem soll es einen Mechanismus geben, der Anwendungen vor XSS-Attacken (Cross-site Scripting) schützt. APIs, die als veraltet gelten dürfen und als "deprecated" gesetzt wurden, werden mit Warnhinweisen gekennzeichnet. Das soll helfen, den Code einer mit einer älteren Rails-Version geschriebenen Anwendung auf die neue Version zu migrieren, ohne sogleich mit dem Neuschreiben beginnen zu müssen. Ausführlich mit den Rails-Neuerungen beschäftigt sich auch Yehuda Katz, einer der Kernentwickler von Rails und Ruby. (ane)