Japanische Elektronikkonzerne verbuchen Gewinne

Die japanischen Elektronikkonzerne Panasonic, Sony, Hitachi und Sharp haben das abgelaufene Quartal jeweils mit Gewinnen abgeschlossen. Die Prognosen fĂĽr das Gesamtjahr fallen allerdings sehr unterschiedlich aus.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Die japanischen Elektronikkonzerne Panasonic, Sony, Hitachi und Sharp haben das abgelaufene Quartal jeweils mit Gewinnen abgeschlossen. Panasonic gab am Freitag in Osaka bekannt, dass im Zeitraum Oktober bis Dezember bei nahezu unveränderten Umsätzen (1,89 Billionen Yen, nach derzeitigem Wechselkurs 15,1 Milliarden Euro) ein Nettogewinn von 32,3 Milliarden Yen (258 Millionen Euro) erwirtschaftet wurde. Den Betriebsgewinn konnte der Konzern, der Ende 2009 die Mehrheit am kleineren Rivalen Sanyo übernommen hatte, nach umfassenden Kostensenkungen auf 101 Milliarden Yen (808 Millionen Euro) steigern und damit im Vergleich zur Vorjahresperiode fast vervierfachen.

Auch bei Sony zahlten sich die eingeleiteten Sparmaßnahmen aus. Bei guten Geschäften vor allem mit LCD-Fernsehern und Halbleitern kehrte das Unternehmen im Berichtsquartal mit einem operativen Gewinn von 146,1 Milliarden Yen (1,17 Milliarden Euro) in die schwarzen Zahlen zurück, nachdem im Vorjahr ein Verlust von 18 Milliarden Yen (144 Millionen Euro) angefallen war. Hitachi weist für das Jahresendquartal bei leicht gesunkenen Umsätzen (Rückgang um 4,4 Prozent auf 2,16 Billionen Yen) einen Gewinn von 21,9 Milliarden Yen (175 Millionen Euro) aus – das erste Plus nach sechs Verlustquartalen in Folge. Der bisherige Hitachi-CEO Takashi Kawamura wird im April von Hiroaki Nakanishi abgelöst.

Der nach Samsung, Sony und LG Electronics viertgrößte Produzent von LCD-Fernsehern, Sharp, verbuchte das zweite Gewinnquartal in Folge und weist für den abgelaufenen Dreimonatszeitraum bei nahezu gleich gebliebenen Umsätzen (735,3 Milliarden Yen) ein Plus von 9,1 Milliarden Yen (73 Millionen Euro) aus. Sharp rechnet für das gesamte Geschäftsjahr (Ende: 31. März) mit einem Nettogewinn, der bei umgerechnet 24 Millionen Euro liegen soll. Hitachi, das kostenintensive Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet hat, geht hingegen von einem Verlust in Höhe von 1,68 Milliarden Euro aus. Bei Sony rechnet man mit einem operativen Fehlbetrag von 239 Millionen Euro. Panasonic prognostiziert einen operativen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro, unter dem Strich wird als Folge der Sanyo-Übernahme aber ein Minus von über 1 Milliarde Euro stehen. (pmz)