Social Media Week: Die Woche der offenen Tür

Nach fünf Tagen endet eine in sechs Städten gleichzeitig stattfindende Konferenz über das soziale Web – vielleicht ein Modell für künftige lose vernetzte Großveranstaltungen.

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Von
  • Herbert Braun

In Berlin geht zur Stunde der hiesige Teil der Social Media Week zu Ende. Seit Montag laufen in sechs Städten Konferenzen, Podiumsdiskussionen, Workshops und Partys rund um das, was kaum noch jemand "Web 2.0" nennt. Außer in Berlin trafen sich die Social-Media-Interessierten in London, New York, Toronto, São Paulo und in der IT-Metropole San Francisco. Die insgesamt etwa 70 meist kostenlosen Veranstaltungen fanden überwiegend bei Startups und Marketingfirmen statt – eine Art Woche der offenen Tür, bei der aufstrebende Firmen die Gelegenheit nutzten, sich auch offline zu präsentieren. An die Social Media Week hängte sich auch das traditionsreiche Medienkunstfestival Transmediale, das schwerpunktmäßig am Wochenende stattfinden wird.

Das Aufhängerthema "Streit! Konstruktive Kontroverse" spielte wenn überhaupt eher eine untergeordnete Rolle. Konferenz-Veteranen wie Nico Lumma beschwerten sich schon vorweg über Fragestellungen und Panel-Zusammensetzungen, die aus etablierteren Veranstaltungen wie der re:publica bestens bekannt sind. Angelehnt an Karl Valentin könnte man erwidern, dass zwar schon längst alles gesagt ist, aber nur nicht zu jedem – und dezentral, unstrukturiert und kostenlos, wie diese Konferenz ist, übernimmt sie die Erfolgsprinzipien des Internets. Vielleicht ist also die Form dieser Konferenz zukunftsweisender als ihre Inhalte. (heb)