Zeiss sieht Zeichen für wirtschaftliche Erholung
Im Bereich Halbleiteroptik, der in den vergangenen Jahren in Jena etabliert wurde, zeichnet sich für das Unternehmen mit dem Anspringen der Elektronik-Industrie eine bessere Auslastung ab.
Die Carl Zeiss Jena GmbH sieht erste Zeichen für eine wirtschaftliche Erholung. Auftragseingang und Umsatz hätten sich seit Start des neuen Geschäftsjahres im Oktober 2003 stabilisiert, sagte Geschäftsführer Franz von Falkenhausen am Dienstagabend in Jena.
Im Bereich Halbleiteroptik, der in den vergangenen Jahren in Jena etabliert wurde, zeichne sich mit dem Anspringen der Elektronik-Industrie eine bessere Auslastung ab. Auch die Mikroskopie in Jena habe "gut Tritt gefasst". Eine positive Entwicklung gebe es bei optischen Bauteilen beispielsweise für Rückprojektionsfernseher. Hier arbeitet das Unternehmen mit den TV-Herstellern Loewe und Philips zusammen. Der Abschluss weiterer Verträge sei in Vorbereitung. Geplant sei ein Werk in China.
Das Jenaer Traditionsunternehmen mit derzeit 1270 Mitarbeitern litt im Geschäftsjahr 2002/2003 unter der Konjunkturflaute. Es seien nicht alle Ziele erreicht worden. Am 12. Februar sollen die Geschäftszahlen für die Zeiss-Gruppe veröffentlicht werden. Nach Angaben des Jenaer Geschäftsführers lagen bei der Thüringer Tochter sowohl Umsatz als auch Auftragseingang unter den Vorjahreswerten.
Zeiss hatte im vergangenen Jahr wegen der Markschwäche 100 Arbeitsplätze in Jena gestrichen. Betroffenen wurde der Wechsel in eine Beschäftigungsgesellschaft angeboten. (dpa) / (anw)