Abgelöst: Ixus- und PowerShot-Nachschlag bei Canon
Drei neue Ixus-Modelle (105, 130 und 210) sowie die zoomstarke PowerShot SX210 IS lösen bei Canon ältere Modelle ab: Verbesserungen betreffen die Objektive und Displays, wie erwartet stieg natürlich auch die Auflösung.
- Carsten Meyer
Drei neue Ixus-Modelle (105, 130 und 210) sowie die zoomstarke PowerShot SX210 IS lösen bei Canon ältere Modelle ab: Verbesserungen betreffen die Objektive und Displays, wie erwartet stieg natürlich auch die Auflösung.
Das 339 Euro teure Spitzenmodell aus Canons Edelkompakt-Serie heißt Ixus 210 – übrigens jetzt ohne "Digital" vorweg und "IS" hintendran, denn analoge Ixen gibt es schon lange nicht mehr und einen Bildstabilisator hat die komplette Serie, meinte der Hersteller bei der Produktvorstellung. Die 210 bietet ein zumindest im Weitwinkelbereich (f/2,8 bis 5,9) noch recht lichtstarkes 5-fach-Zoom, das bei umgerechnet 24 mm Brennweite beginnt, einen 8,8 cm (3,5") großen PureColor II-Touchscreen im Breitbildformat mit halber VGA-Auflösung (460.000 Subpixel), HD-Videoclips und den derzeitigen "Industriestandard"-CCD vom 1/2,3"-Typ mit 14 Megapixeln. Zusatzlich zur Touchscreen-Bedienung wurde mit Tap Control eine Steuerung einiger Kamerafunktionen durch Antippen des Kameragehäuses eingeführt, wie sie schon von einigen Olympus-Modellen bekannt ist. Mit Smart Shutter kann die Kamera aus der Entfernung ausgelöst werden, indem eine Person im Motiv zwinkert oder lächelt (auf Wunsch mit zwei Sekunden Verzögerung, damit die Grimasse nicht im Bild ist), oder wenn die Kamera ein zusätzliches Gesicht im Bild erkennt – etwa den Fotografen, der sich zur Gruppenaufnahme hinzugesellt. Der ISO-3200-Modus der Ixus 200 wurde in Low Light umbenannt und reicht jetzt bis ISO 6400, allerdings mit auf exakt ein Viertel reduzierter Auflösung.
Die besonders dünne Ixus 130 ersetzt die Ixus 120 und bietet ebenfalls die oben genannten Komfort-Funktionen und die 14-MP-Auflösung. Ihre Bedienung erfolgt aber konventionell, auch ist das Display nur 2,7" bzw. 6,9 cm groß. Ihr PureColor II G LCD soll dank neuartigem Aufbau einen besonders großen Betrachtungswinkel ermöglichen, bietet aber wiederum nur QVGA-Auflösung (230.000 Subpixel). Das 4-fach-Zoom reicht äquivalent zu KB von 28 bis 112 mm (f/2,8–5,9). Die in zum Teil sehr schrillen Gehäusefarben lieferbare Ixus 130 soll 259 Euro kosten. Mit 189 Euro Preisempfehlung deutlich billiger ist die Ixus 105, die Nachfolgerin der Digital Ixus 95. Sie bietet mit 12 Megapixeln immer noch mehr als genug Auflösung, aber nur ein LCD älterer Bauart (ohne "G") und weniger Motivprogramme. Beide Modelle sind wie die Ixus 210 ab Mitte Februar erhältlich.
Ein 14-fach-Weitwinkelzoom von 28 bis 392 mm (f/3,1 bis 5,9) vor einem 14-MP-CCD kennzeichnen die für diesen Zoombereich noch sehr kompakte PowerShot SX210 IS – man fragt sich unwillkürlich, wo das imposante Objektiv im Gehäuse bleibt, wenn es eingefahren wird. Die üblichen Kreativ- und Spielfunktionen bietet die SX210 selbstredend. Die Oberfläche des 3"-Displays besteht laut Canon aus einer gehärteten Glasschicht für hohe Widerstandsfähigkeit und optimierte Lesbarkeit. Wie die Ixus-Modelle ist die PowerShot nun kompatibel zu den EyeFi-Karten, die eine drahtlose Netzwerk-Anbindung ermöglichen; das Menü wurde entsprechend erweitert. Die PowerShot SX210 IS gibt es erst ab März für 349 Euro zu kaufen.
Ebenfalls neu ist bei den Kameras der Smart Shuffle genannte Wiedergabemodus, der ähnliche Bilder auf der Speicherkarte sucht und vorschlägt; das soll den Umgang mit großen Bildermengen – die Kameras unterstützen auch das SDXC-Format – erleichtern. (cm)