Brandenburger Chipfabrik-Azubis fordern Übernahme
Die Betriebsstillegung von Communicant ist kein wirksamer Grund für die Kündigung von Auszubildenden, argumentieren die Betroffenen.
Die Auszubildenden der gescheiterten Chipfabrik der Betreiberfirma Communicant wehren sich gegen ihre Entlassungen. Mehr als 100 Lehrlinge wollen nach einem Bericht der Märkischen Oderzeitung vor dem Arbeitsgericht klagen. Nach ihrer Auffassung ist die Betriebsstillegung von Communicant kein wirksamer Grund für die Kündigung.
Auch Brandenburgs Sozialminister Günter Baaske (SPD) hat sich unterdessen gegenüber dpa für eine Übernahme sämtlicher Azubis ausgesprochen. Weil bislang erst 40 der 129 Betroffenen vermittelt worden seien, habe Communicant rund 1000 Unternehmen angeschrieben, hieß es weiter. Für die Übernahme von Lehrlingen wolle die Bertreiberfirma jeweils 2000 Euro zahlen.
Unter den Betroffenen schwindet allerdings langsam das Vertrauen in die Geschäftsführung. Es werde "gelogen und betrogen", empörte sich ein Auszubildender, der ungenannt bleiben möchte, gegenüber heise online. So seien nur 160 Briefe anstatt der besagten 1000 verschickt worden. (tol)