Netzbetreiber One macht erstmals Gewinn

Der österreichische Mobilfunkanbieter One kann für 2003 erstmals einen Reingewinn ausweisen.

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Der österreichische Mobilfunkanbieter One kann erstmals Reingewinn ausweisen: Nach einem Minus von 37 Millionen im Geschäftsjahr 2002 wurden 2003 8,4 Millionen Euro verdient. Dazu dürfte das Netz-Outsourcing an Alcatel wesentlich beigetragen haben. Der EBITDA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) konnte um 27 Prozent von 154,9 auf 196 Millionen Euro verbessert werden, was eine EBITDA-Marge von 29,5 Prozent ergibt; 2002 waren es 25 Prozent. Für einen als dritter Anbieter gestarteten Netzbetreiber ist dies im Europavergleich ein überdurchschnittlich guter Wert.

Die Kundenzahl steigerte One im abgelaufenen Jahr um rund 135.000 oder ein Zehntel auf 1,48 Millionen, der Marktanteil nach SIM-Karten liegt laut Firmen-Angaben nun bei 21 Prozent. Darin enthalten sind geschätzte 55.000 bis 60.000 Kunden der im Februar als Service Provider im One-Netz gestarteten Tele2, offizielle Zahlen liegen noch nicht vor. Während der Umsatz ebenfalls erhöht wurde (plus sieben Prozent auf 664 Millionen Euro) ist der ARPU (durchschnittlicher monatlicher Nettoumsatz pro Kunde) von 35 Euro stabil geblieben.

Sehr unterschiedlich stellen sich die beiden Jahreshälften für das Unternehmen dar, an dem der Energieversorger E.ON die Mehrheit hält. Bereits in den ersten sechs Monaten hatte sich ein EBIT (Gewinn vor Steuern und Zinsen) von 24,9 Millionen Euro ergeben, im zweiten Halbjahr kamen nur mehr 4,1 Millionen Euro hinzu. Zum Weihnachtsgeschäft befragt, begründete CFO Christian Schrötter die mäßige Halbjahresbilanz mit gestiegenen Aufwendungen für die Handy-Subventionen: "Wir haben in diesem Jahr viel Geld für unsere Kunden ausgegeben". Im zweiten Halbjahr schlugen sich zudem hohe Investitionen vor dem UMTS-Start sowie die ersten 3G-Abschreibungen in der Bilanz nieder. (Daniel AJ Sokolov) / (rop)