Österreich schließt sich Microsofts Government Security Program an

Das österreichische Innenministerium hat sein Abkommen mit Microsoft erweitert.

vorlesen Druckansicht 110 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Anlässlich des Wien-Besuchs von Microsoft-Gründer Bill Gates hat das österreichische Innenministerium (BMI) sein Abkommen mit den Redmondern erweitert. Durch die Teilnahme am Government Security Program (GSP) werden von Microsoft kostenfrei "ergänzende technische Informationen über die Windows-Plattform" offen gelegt sowie ein "noch besserer Kontakt zu den Sicherheitsprofis bei Microsoft" versprochen. "Gerade im politischen Bereich wächst die Forderung nach erhöhter Transparenz der verwendeten Software, um das Vertrauen der Nutzer in die Integrität der genutzten Produkte sicher zu stellen", sagte der General Manager von Microsoft Österreich, Andreas Ebert, dazu in Wien.

"Das (Government Security Program) bietet dem Bundesministerium für Inneres die Möglichkeit, die Sicherheit und Integrität seiner Microsoft-Produkte noch besser zu überprüfen. Neben dem Zugang zum Quellcode stellen wir technische Dokumentationen zur Verfügung, Methoden für die Fehlersuche sowie kryptographische Tools. Außerdem unterstützen unsere Support-Techniker das BMI dabei, den Quellcode optimal zu nutzen", erklärte Ebert weiter. Der in der Behörde zuständige Sektionschef Helmut Prugger meinte: "Die IT-Systeme von Organisationen sind immer stärker Sicherheitsbedrohungen ausgesetzt. Aus diesem Grund nutzt das BMI, als besonders exponierte staatliche Organisation, jede Möglichkeit zur Optimierung seiner hohen Sicherheitsstandards."

Bereits im November 2001 hatte das BMI als erste europäische Regierungsstelle im Rahmen der Shared Source Initiative kontrollierten Einblick in den Windows-Quellcode erhalten. Nun hat Österreich als 27. Land den GSP-Vertrag mit Microsoft unterschrieben. Vor drei Tagen wurde bekannt, dass auch Ägypten ein solches Abkommen mit den Redmondern geschlossen hat. (Daniel AJ Sokolov) / (anw)