Grundig wird aufgespalten
Die Grundig-Aktivitäten werden künftig in zwei Gesellschaften fortgeführt, die ihren Sitz in Nürnberg haben.
Die monatelangen Investorengespräche beim insolventen Traditionskonzern Grundig haben zum Erfolg geführt, erklärte der Insolvenzverwalter Siegfried Beck: Der CEO der britischen Alba, Daniel B. Harris, und der Präsident der türkischen Beko Elektronik, Ali H. Sümerval, unterzeichneten am heutigen Donnerstag die Verträge zur gemeinsamen Übernahme des Bereichs Home Intermedia System (HIS) der Grundig AG. Der Kaufpreis betrage rund 80 Millionen Euro.
Die Grundig-Aktivitäten werden künftig in zwei Gesellschaften fortgeführt, die ihren Sitz in Nürnberg haben. Eine Gesellschaft wird die weltweiten Serviceaktivitäten wahrnehmen, die andere das bisherige Kerngeschäft -- vor allem Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb von TV-Geräten -- fortführen. Die Geschäfte beider Gesellschaften werden von Hubert Roth geführt, der dem Grundig-Konzern seit 26 Jahren angehört und zuletzt als Leiter Marketing und Vertrieb tätig war. Die Investoren haben sich verpflichtet, den Geschäftsbetrieb mit mindestens 200 Mitarbeitern fortzuführen. (tol)