Schlappe für Hitachi im Patentstreit mit ehemaligem Angestellten

Der japanische Elektronik-Konzern Hitachi muss seinem ehemaligen Mitarbeiter Seiji Yonezawa 163 Millionen Yen (rund 1,2 Millionen Euro) für seine Entwicklungsarbeiten zur Datenspeicherung auf DVDs zahlen.

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  • Wolfgang Stieler

Der japanische Elektronik-Konzern Hitachi muss seinem ehemaligen Mitarbeiter Seiji Yonezawa 163 Millionen Yen (rund 1,2 Millionen Euro) für seine Entwicklungsarbeiten zur Datenspeicherung auf DVDs zahlen. Nach einem Bericht der japanischen Wirschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun sprach der Tokyo High Court Yonezawa diese Summe zu. Yonezawa, der bis 1996 für Hitachai gearbeit hat, hatte von dem Konzern für Patente im Zusammenhang mit optischen Speichermedien ursprünglich nur 2,3 Millionen Yen erhalten.

Das Verfahren ordnet sich in eine ganze Reihe ähnlicher Prozesse ein, die diverse japanische Wissenschaftler mittlerweile gegen ihre ehemaligen Arbeitgeber angestrengt haben. Den Stein ins Rollen gebracht haben dürfte Shuji Nakamura, der ursprünglich im Dienste des japanischen Elektronik-Konzern Nichia den Herstellunsgprozess für blaue Leuchtdioden entwickelt hatte.

Nakamura, der mittlerweise als Materialwissenschaftler am College of Engineering der University of California, Santa Barbara, arbeitet, hatte Nichia auf Zahlung einer Kompensation von rund zwei Milliarden Yen verklagt. Er hatte aber den Prozess im vergangenen Herbst verloren. (wst)