Vorabversion von Red Hat Enterprise Linux 5.5
Die Beta des im April oder Mai erwarteten RHEL 5.5 bringt Verbesserungen für die Virtualisierungslösung KVM, ein neues OpenOffice sowie erweiterte Hardware-Unterstützung durch zahlreiche neue und überarbeitete Treiber.
Red Hat hat eine Beta-Version seiner oft kurz als RHEL bezeichneten und auf Unternehmenskunden ausgerichteten Linux-Distribution Red Hat Enterprise Linux 5.5 zum Testen freigegeben. Wie in dieser Phase des Lebenszyklus von RHEL-Versionen enthält die nächste Inkarnation von RHEL5 nicht nur die seit der Freigabe von RHEL 5.4 veröffentlichten Fehlerkorrekturen, sondern auch zahlreiche Funktionserweiterungen und Treiber zur Unterstützung neuerer Hardware.
So hat der Linux-Distributor einige Verbesserungen an der bei RHEL 5.4 eingeführten und von Red Hat mittlerweile präferierten Virtualisierungslösung KVM vorgenommen. Dadurch lässt sich unter anderem die Gastsystemen zur Verfügung stehende Speichermenge flexibler zur Laufzeit anpassen und PCI-Geräte besser an Gastsysteme überstellen. Die Beta des neuen RHEL bringt zudem Unterstützung für einige kürzlich vorgestellte oder in naher Zukunft erwartete Prozessoren von AMD, IBM und Intel sowie die zugehörigen Chipsätze. Neu dabei sind einige Treiber für Storage- und Fibre-Channel-Adapter verschiedener Hersteller; aktualisiert hat Red Hat auch die Treiber für WLAN-Hardware und in dem Zug auch den Treiber ath9k für neuere WLAN-Chips von Atheros aufgenommen. Auch einige Desktop-Anwendungen wie etwa OpenOffice hat der Linux-Distributor aufgefrischt.
Einen kurzen Überblick über die wichtigsten Neuerungen der Beta-Version geben die Release Notes; detaillierterer sind die Technical Notes. Die Testphase der Beta läuft bis Mitte April; erfahrungsgemäß schließt Red Hat die Entwicklung einige Wochen später ab, was eine Freigabe von RHEL 5.5 im April oder spätestens Mai erwarten lässt. (thl)