SES profitiert vom technischen Wandel auf TV-Markt

Video-Anwendungen und die zunehmende Zahl von hochauflösenden HDTV-Kanälen sorgt beim Satellitenbetreiber für eine anhaltend starke Nachfrage.

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Der weltweit führende Satellitenbetreiber SES profitiert vom technischen Wandel auf dem Fernsehmarkt. Die anhaltend starke Nachfrage nach zusätzlicher Kapazität werde durch Video-Anwendungen sowie die zunehmende Zahl von hochauflösenden HDTV-Kanälen getragen, teilte das Unternehmen, zu dem Astra und World Skies gehören, am heutigen Freitag mit. Weltweit würden etwa 800 HD-Kanäle über SES-Satelliten verteilt, hieß es bei der Vorlage der Geschäftszahlen für 2009. In den wichtigen Schwellenmärkten sei die Nachfrage besonders kräftig.

Für 2010 sprach SES-Chef Romain Bausch daher von "ausgezeichneten Wachstumsperspektiven". Die Gruppe erwarte für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von etwa 5 Prozent, auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) solle wegen eines anhaltend strikten Kostenmanagements in gleichem Maße steigen. Im Geschäftsjahr 2009 wuchsen die Erlöse um etwa 4 Prozent, sie liegen damit bei 1,7 Milliarden Euro. Das EBITDA steht nach einem Plus von rund 8 Prozent bei 1,2 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn stieg im Geschäftsjahr 2009 um 12 Prozent auf gut 700 Millionen Euro.

Der Nettogewinn kletterte um 23 Prozent auf 477 Millionen Euro. SES hatte im vergangenen Jahr rund 761 Millionen Euro investiert, darunter fiel etwa auch die Minderheitsbeteiligung an dem Satellitenbetreiber O3b Networks, der Märkten mit bisher geringer Breitbandanbindung künftig Hochgeschwindigkeitsinternet anbieten soll. SES sicherte sich nach eigenen Angaben Aufträge für fünf neue Satelliten, damit seien zwölf im Bau. Bis 2015 soll dadurch pro Jahr 400 Millionen Euro zusätzlicher Umsatz erwirtschaftet werden. (anw)