SWR startet neues System für Verkehrsinformationen
Mit dem System können die von Polizei, ADAC oder Autofahrern eingehenden Staumeldungen schnell abgeglichen und automatisch in die Radioprogramme, den Videotext und ins Internet eingespeist werden.
Mit einem Druck auf den roten Knopf ist am Mittwoch die neue Verkehrsrechneranlage des SWR in Betrieb genommen worden. Das "Traffic Information Centre" (TIC) verarbeitet die eingehenden Staumeldungen weitgehend automatisch und speist diese in das Internetangebot, den Südwesttext und die Radioprogramme ein. Vor allem Radiohörer sollen auf diese Weise schneller und präziser über Staus und Gefahren informiert werden, teilte der SWR mit. "Wir wollen mit dem uns zugewiesenen Teil der Informationskette zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen", sagte der Technische Direktor des SWR, Bertram Bittel.
Mit der neuen Anlage könnten die SWR-Redakteure die eingegangenen Meldungen nach Wichtigkeit sortieren und den einzelnen Radioprogrammen zuweisen. Bei einem Geisterfahrer sendet sie eine Meldung direkt an den Radiomoderator, die diese sofort vorliest. Die Informationen dieses Systems können auch direkt von Navigationssystem genutzt werden. Die Kosten für die neue Anlage belaufen sich nach Auskunft von Bittel auf 400.000 Euro.
Die neue Verkehrsrechenanlage war nötig geworden, da das alte System nach SWR-Angaben technisch an seine Grenzen gestoßen war. Der Sender bearbeitet jährlich 250.000 Verkehrsmeldungen. Auf das Internetangebot wird im Jahr eine Million Mal zugegriffen. Bei der SWR-3-Stauhotline gehen pro Monat 150.000 Anrufe ein. (dpa) / (anw)