Rekordergebnis für Funkwerk

Durch Zukäufe wie zum Beispiel Bintec, Elmeg oder Artem konnte der Thüringer Spezialist für Funktechnik bei Bahngesellschaften und Automobilfirmen seine Position ausbauen.

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Von
  • Jürgen Kuri

Mit einem Rekordergebnis trotz Konjunkturflaute hat der Thüringer Telekommunikationstechnik- Hersteller Funkwerk das Jahr 2003 abgeschlossen. Der Umsatz stieg um 62 Prozent von 108,7 auf 175 Millionen Euro. Damit wurde die mehrfach nach oben korrigierte Prognose übertroffen, teilte das börsennotierte Unternehmen am Dienstag am Konzernsitz Kölleda mit. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel mit mehr als 17 Millionen Euro fast doppelt so hoch aus wie im Vorjahr, als der Gewinn 8,9 Millionen Euro betrug.

Investitionen und der Ausbau der Geschäftsfelder auch durch Firmenübernahmen hätten sich bezahlt gemacht, sagte Vorstandschef Hans Grundner. Unter anderem kaufte Funkwerk den WLAN-Spezialisten Artem, den Netzwerk-Anbieter Bintec Access Networks und den Telefonanlagen-Hersteller Elmeg. "Unser Kalkül, als Spezialist in wachstumsstarken Nischenmärkten tätig zu sein, die sich von der allgemeinen Konjunkturlage abkoppeln können, ist 2003 voll aufgegangen."

Der Auftragseingang belief sich nach vorläufigen Zahlen auf 165 Millionen Euro nach 96 Millionen Euro ein Jahr zuvor. In den drei Geschäftsfeldern des Unternehmens (Leit- und Kontrollsysteme für Verkehrs- und Logistikunternehmen; Kommunikationseinrichtungen für Fahrzeuge; Personensicherung, Messagingsysteme sowie Firmen-Kommunikationssysteme) habe man die Wachstumsziele erreicht oder sogar übertroffen. 2004 rechnet der Vorstandsvorsitzende auf dieser Basis mit weiterem Wachstum bei Umsatz und Ertrag.

Die Funkwerk-Gruppe mit mehr als 800 Beschäftigten stellt vor allem Mobilfunktechnik für Bahngesellschaften und die Automobilindustrie her, will aber auch verstärkt im Markt für Funk-Vernetzung und Telefonanlagen aktiv werden. Die Aktie reagierte auf die Zahlen an der Frankfurter Börse bis zum Nachmittag mit einem Kursaufschlag von 4,78 Prozent auf 27,20 Euro. Endgültige Zahlen will das Unternehmen am 25. März vorlegen. (jk)