Sicherheitssoftware-Anbieter Steganos beantragt Insolvenzverfahren

Das Frankfurter Unternehmen leidet unter einem verschärften Wettbewerb im Verschlüsselungsmarkt. Nun verhandelt es nach eigenen Angaben mit Investoren über einen Verkauf.

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Beim Frankfurter Verschlüsselungsspezialist Steganos übersteigen die Verbindlichkeiten die Einnahmen. Da eine Zahlungsunfähigkeit droht, hat das Unternehmen am 27. Januar beim Frankfurter Amtsgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt (Az.: 810 IN 66/10). Das geht aus einer Mitteilung (PDF-Datei) des Sicherheitssoftware-Anbieters von heute hervor.

Der Geschäftsbetrieb werde in vollem Umfang fortgeführt, und zwar mit dem Ziel, den Betrieb zu verkaufen. Derzeit werde mit diversen Interessenten verhandelt. Die vorläufige Insolvenzverwalterin Hildegard A. Hövel habe einen möglichen Verkauf der Steganos GmbH an einen Investor als "sehr positiv" beurteilt. Alle Steganos-Produkte, darunter die Steganos Privacy Suite 11, der Steganos Safe 11, der Steganos Passwort-Manager 12 sowie Steganos Internet Anonym VPN, seien weiterhin erhältlich. Auch der Support werde weitergeführt, er sei wie gewohnt per Telefon sowie über die Website erreichbar.

Katja Pryss, seit März 2009 Geschäftsführerin der Steganos GmbH, gab als Grund für die Insolvenz vor allem den verschärften Wettbewerb im Verschlüsselungsmarkt und die damit verbundenen höheren Marketingkosten an. Die Einsparungen und andere Anstrengungen des Unternehmens hätten nicht ausgereicht. Mit dem Antrag auf Insolvenz sei jetzt ein Neubeginn frei von allen Altlasten möglich. (anw)