Internet-Ring zum Kinderporno-Tausch aufgeflogen [Update]

Rund 100 Beschuldigte aus dem In- und Ausland sollen kinderpornografische Bilder im Internet ausgetauscht haben.

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  • dpa

Die Polizei hat einen international organisierten Kinderporno-Ring auffliegen lassen. Rund 100 Beschuldigte aus dem In- und Ausland sollen kinderpornografische Bilder im Internet ausgetauscht haben. Am frühen Mittwochmorgen seien zeitgleich die Wohnungen der Verdächtigen in elf Bundesländern sowie einigen europäischen Ländern durchsucht worden, teilte das Landeskriminalamt in Hannover mit. Dabei stellten die Ermittler unter anderem Computer und Dateien sicher.

Urheber des Internet-Rings sei ein 38-jähriger Mann aus Linz in Österreich. Er soll die geschlossene Benutzergruppe ins Leben gerufen haben. Auf die Spur der Verdächtigen kam die Polizei im Zuge eines anderen Verfahrens im April 2003. In Niedersachsen durchforsteten die Fahnder Wohnungen in Königslutter, Lingen, Papenburg, Hannover, Seevetal, Verden, Langelsheim, Bad Zwischenahn und Lohne. Außerdem schlugen die Ermittler in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Mecklenburg- Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt zu. Weitere Beschuldigte sitzen in Österreich, der Schweiz, Belgien, Italien und England.

[Update]
In Österreich wurden inzwischen drei Festnahmen bekannt. Unter den Festgenommenen ist nach Angaben der Polizei auch ein 38 Jahre alter Mann aus Linz, der als Urheber des Internet-Rings gilt. Zudem wurden in Tirol und Niederösterreich zwei Männer festgesetzt. (dpa) / (jk)