Hector Ruiz folgt AMD-Gründer Jerry Sanders als Chairman nach

Parallel zur Verkündung des Wechsels an der Spitze des Board of Directors feiert AMD seine Erfolge mit der 64-Bit-Architektur; Intel will man Marktanteile abjagen.

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Von
  • Jürgen Kuri

Im April 2002 löste Hector Ruiz AMD-Firmengründer Jerry Sanders III als CEO (Chief Executive Officer) ab, nachdem er im Januer 2000 als Chief Operating Officer (COO) zu AMD gekommen war. Nun übernimmt Ruiz auch den Posten des Chairman des Board of Director, den Sanders bislang noch innehatte. Das Board wählte Ruiz zum neuen Vorsitzenden, er soll nach der jährlichen Aktionärsversammlung des Konzerns am 29. April den Posten übernehmen. Sanders soll als "Chairman Emeritus" und Mitglied des Board AMD weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Sanders, der AMD fast genau 33 Jahre als CEO leitete, lobte Ruiz in den höchsten Tönen: Er habe, als er den CEO-Posten übernahm, vor einer sehr schwierigen Situation der Halbleiterbranche gestanden. Die unternommenen Aktionen und eingeleiteten Initiativen hätten AMD wieder auf profitablen Wachstumskurs und AMD in eine Position gebracht, bei der es um die Marktführerschaft in allen Sektoren gehe, auf denen der Konzern aktiv sei.

Passend dazu feierte AMD die Erfolge, die man mit der 64-Bit-Architektur erziele: Mehr als tausend Hard- und Softwareentwickler, Dritthersteller, Systemhäuser und große Kunden haben sich nach AMD-Angaben bisher für eine AMD64-Plattform entschieden. Dazu gehörten weltweit aktive Systemhersteller wie Acer, Fujitsu, Fujitsu-Siemens, HP, IBM oder etwa Sun, aber auch andere Hersteller auf der ganzen Welt.

Und in Europa will AMD weiter auftrumpfen: Europa-Vertriebschef Jochen Polster erklärte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung, man wolle "mit der Konzentration auf hochwertige Produkte" Branchenführer Intel in Europa Marktanteile abjagen. "Wir haben in den vergangenen Jahren unseren Produktmix deutlich verbessert", erklärt Polster gegenüber der Zeitung. Seit dem Start einer neuen Prozessorenreihe 1999 hat es der Konzern geschafft, das Image des Billiganbieters abzulegen und sich neue Marktsegmente zu erschließen. Mit den Opteron-Prozessoren habe man sich auch im margenträchtigen Segment für Server etabliert. "Wir sind jetzt in der Lage, den Markt in ganzer Breite zu bedienen. Das ist Grundlage für neues Wachstum", sagt Polster. (jk)