Microsofts Navision mit neuem Preismodell

Microsoft Business Solutions, seit zwei Jahren Besitzer des dänischen Softwarehauses Navision, hat dessen Preismodell für die gleichnamige Unternehmenssoftware um eine neue Variante ergänzt.

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Von
  • Hans-Peter SchĂĽler

Microsoft Business Solutions, seit zwei Jahren Besitzer des dänischen Softwarehauses Navision, hat dessen Preismodell für die gleichnamige Unternehmenssoftware um eine neue Variante ergänzt. "Navision für kleine Unternehmen" basiert auf derselben Software wie die reguläre Suite Navision Financials, kommt aber zum reduzierten Preis von 1950 Euro je Arbeitsplatz im festgeschnürten Bündel. Darin enthalten sind Module für Finanzverwaltung, Bankkontakt, Debitorenmanagement, Marketing und Vertrieb, Kreditorenmanagement und Beschaffung, Lagerverwaltung, Ressourcenverwaltung, Projektmanagement, Personalwesen und Anlagenbuchhaltung, außerdem aufgabenübergreifende Funktionen wie ein Formular- und Tabellendesigner. Im Laufe des Tages will Microsoft die Details auf einer eigenen Webseite vorstellen.

Microsoft-Sprecher Heiko Elmshäuser erklärt, ein präziser Preisvergleich mit der traditionellen Navision-Lizenzierung sei nicht machbar, aber für Betriebe mit höchstens acht oder neun Arbeitsplätzen dürfte das ab sofort angebotene Komplettpaket die preiswertere Lösung darstellen. Hier seien besonders die Installationspartner gefragt, ihren Kunden das günstigste Modell zu empfehlen, denn einen späteren Wechsel des Lizenzmodells schließt Microsoft aus. Zwar soll sich auch das neue Paket bei Bedarf um zusätzliche Module, etwa zur Produktionsplanung (PPS) erweitern lassen, aber wenn ein Lizenznehmer der Kleinbetriebsversion auf eine Größenordnung wächst, bei der das alte Lizenzmodell günstiger wäre, bietet Microsoft ausdrücklich keinen Aufstiegspfad. "Natürlich kann ein Installationspartner in so einem Fall selbst über Rabatte entscheiden, aber die regulären Lizenzgebühren muss er auf jeden Fall an uns abführen", erläuterte Elmshäuser im Gespräch mit heise online. "Beim Partner bietet sich dann allenfalls die Option, Lizenzrabatte durch eine passende Kalkulation der zugehörigen Dienstleistungen zu refinanzieren."

Trotz dieser Skalierungshürde scheint die neue Preispolitik am Markt anzukommen: In Dänemark, wo das Angebot schon seit Dezember gilt, will der Hersteller bislang über 800 Neukunden gewonnen haben. (hps)