Video-DVDs lassen sich gut verkaufen und vermieten
Die Lage auf dem Videovermietmarkt bezeichnet die Branche hingegen insgesamt als "alarmierend" -- und führt dies auf "illegale Vervielfältigung" zurück.
Mit dem Verkauf und der Vermietung von Bildtonträgern sind im vergangenen Jahr in Deutschland insgesamt 1,555 Milliarden Euro erwirtschaftet worden. Das entspreche einem Wachstum von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilt der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) mit, der sich auf Zahlen der GfK Panel Services Consumer Research GmbH beruft. Allein der DVD-Verkaufsumsatz sei in diesem Zeitraum um 47,7 Prozent auf 1,053 Milliarden Euro gestiegen, während der Umsatz aus dem Verkauf der VHS-Kassetten um 39,1 Prozent auf 199,6 Millionen Euro gesunken ist.
Die Entwicklung im Videovermietmarkt bezeichnet die Branche als alarmierend: Die Videotheken mussten im vergangenen Jahr einen Rückgang des Vermietumsatzes in Höhe von 15,8 Prozent auf 302,1 Millionen Euro hinnehmen. Der BVV führt das auf "rasant angestiegene illegale Vervielfältigung" zurück. Die Zahl der Vermiettransaktionen sei 2003 um 17 Millionen auf 113,6 Millionen zurückgegangen. Das seien die wenigsten Vermietvorgängen seit Beginn der GfK-Analysen im Jahre 1985. In den Videotheken greifen inzwischen sieben von zehn Kunden zur DVD. Dennoch konnte das Wachstumsmedium bei den Vermietungen den rückläufigen Trend nicht kompensieren.
Der Gesamtmarktumsatz der Home-Entertainment-Branche übertrifft das Kinoeinspielergebnis aus dem gleichen Zeitraum, das nach Angaben der Filmförderungsanstalt 850 Millionen Euro betrug. Damit stelle das Geschäft mit DVDs und Videokassetten die umsatzstärkste Filmauswertungsstufe dar, erklärt die BVV. Der Verkauf von DVDs übertraf zum ersten Mal im Jahr 2001 den von VHS-Kassetten. (anw)