Zwei Milliarden Euro für Aachener "Silicon Valley"

Am Hochschulstandort Aachen sollen in den nächsten sieben Jahren zwei Milliarden Euro in einen Wissenschaftscampus fließen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) setzte am Donnerstag den symbolischen ersten Spatenstich.

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  • dpa

Am Hochschulstandort Aachen sollen in den nächsten sieben Jahren zwei Milliarden Euro in einen Wissenschaftscampus fließen. Der erste Spatenstich von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) am Donnerstag sollte Auftakt für die Entstehung von 10.000 neuen Arbeitsplätzen sein. "Für uns ist der Campus ein Jahrhundert-Projekt", sagte Ernst M. Schmachtenberg, Rektor der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH). Der RWTH Campus Aachen soll "eine der größten Forschungslandschaften in Europa", ein zweites Silicon Valley werden.

Auf dem Technologie-Campus sollen Wirtschaft und Wissenschaft eng verzahnt forschen. "Aachen zeigt den Weg für die Zukunft unseres Landes", sagte Rüttgers. Auf 800.000 Quadratmeter Fläche entstehen in zwei Bauabschnitten Büros, Hallen, Labors und Einrichtungen zur Weiterbildung sowie eine erweiterte Infrastruktur mit Hotel, Sportstätten, Kindergärten, Geschäften und einem Kongresszentrum. Gesellschafter sind die RWTH Aachen (95 Prozent) und die Stadt Aachen (5 Prozent). Mit dem neuen Konzept will die Hochschule zu einer der weltweit führenden technischen Universitäten werden. Vorbild ist eine Initiative der kalifornischen Stanford University von 1951, aus der das Zentrum für Halbleiter-Forschung, Silicon Valley, hervorging. (pmz)