Vorstandschef hält Intershop für "selbstständig überlebensfähig"

Der harte Sanierungskurs im vergangenen Jahr zeigt nach Ansicht von Intershop-Vorstandschef Jürgen Schöttler Wirkung.

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  • dpa

Der harte Sanierungskurs im vergangenen Jahr zeigt nach Ansicht von Intershop-Vorstandschef Jürgen Schöttler Wirkung. "Wir haben die Strukturen so verändert, um auf relativ niedrigem Umsatzniveau selbstständig überlebensfähig zu sein", sagte Schöttler am Freitag in einem dpa-Gespräch. 2003 seien die Prognosen eingehalten und die Umstrukturierung abgeschlossen worden. Schöttler rechnet im laufenden Geschäftsjahr erstmals mit einem ausgeglichenen Nettoergebnis bei Intershop nach einem Verlust von 18,6 Millionen Euro im Jahr 2003.

Seine Prognose begründete er mit der erreichten Kostensenkung von 39 Prozent und wieder leicht anziehenden Ausgaben der Unternehmen für Informationstechnik. "Das Gefühl eines Investitionsstopps, das 2003 alle in der Software-Branche hatten, haben wir nicht mehr." Bei der Umsatzentwicklung wollte er sich jedoch nicht festlegen.

Zu der nach wie vor prekären Finanzsituation des Unternehmens mit auf 2,6 Millionen Euro geschrumpften Barmitteln sagte Schöttler: "Wir gehen davon aus, dass sie hinreichend sind, um das operative Geschäft aufrecht zu erhalten." Intershop sei weiter auf der Suche nach Geldgebern. Gespräche würden sowohl mit Finanz- als auch strategischen Investoren geführt. "Es gibt aber noch keinen Vertrag", sagte der Vorstandschef.

Schöttler ist nach dem Rückzug des 33 Jahre alten Firmengründers Stephan Schambach vor einer Woche einziger Vorstand des börsennotierten Unternehmens. Er war im April 2002 zunächst als Finanzchef zu Intershop gekommen. (dpa) / (jk)