Preisanstieg bei DDR3-Speicher

Während die Händlerpreise für DDR2-RAM in den letzten Wochen ein relativ stabiles Niveau behaupten, müssen Reseller für DDR3 deutlich mehr investieren. Die Nachfrage steigt spürbar, noch entfallen aber erst 20 bis 30 Prozent des Marktes auf DDR3.

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Von
  • Karl Fröhlich

DDR2-800-Speicher bestimmen nach wie vor das Marktgeschehen. Die HEKs der schnelleren 1066-Modulen brachen zuletzt um fast 17 Prozent ein.

Die HEKs für DDR3-Speicher bleiben im Aufwind. Im 4-Wochen-Rückblick steigen die Preise zwischen vier und zehn Prozent. Ein DDR3-133-Modul mit zwei GByte kostet momentan circa 42,20 Euro. In der KW 3 lag der Preis bei knapp 40 Euro. Bei Dual-Channel-Kits fällt die Erhöhung noch ein wenig höher aus.

"Das Geschäft mit DDR3 steigt weiter anteilsmäßig stark an", erklärt Klaus Stötzel, Director Sales & Marketing Europe bei OCZ Technology. "Auch im DDR3-Bereich setzten sich aufgrund der i5/i7-Systeme Dual-Channel-Kits durch." Die in den i7-Systemen bisher gerne eingesetzten Triple-Channel-Kits seien nun allerdings weniger gefragt.

"Wir gehen davon aus, dass sich der DDR3-Standard nach der CeBIT stärker durchsetzen und bis zum Jahresende einen Marktanteil von 50 Prozent erkämpfen wird", ergänzt Edmund Dägele, Präsident & CEO bei TakeMS. "Trotz stetigem Verkaufszuwachs von DDR3 liegt der DDR2-Anteil bisher noch immer bei 70 bis 80 Prozent."

Die Verfügbarkeit ist momentan überwiegend unproblematisch. Alle Typen sind herstellerübergreifend verfügbar. Über die Faschingstage ließ die Nachfrage erstmal etwas nach, daher rechnet die Branche zunächst auch mit keinen großen Preisschwankungen. Die CeBIT sollte den Marktverlauf nicht beeinflussen. "Die Messe hat mit dem Speichergeschäft nicht wirklich viel zu tun", merkt OCZ-Manager Stötzel an.

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Bei der Preisbeobachtung unterstĂĽtzten uns:

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Auf der CeBIT werden vor allem neue SSD-Lösungen präsentiert. "Zusätzlich wird der Fokus auf der USB-3.0- und SATA-3-Technologie liegen", erwartet TakeMS-Manager Dägele. "Dieser Standard ist schneller und energieeffizienter, kostet aber zirka doppelt soviel wie USB 2.0. Wir gehen nicht davon aus, dass dies den Marktverlauf dramatisch beeinflussen wird." Bis Anfang März könne der Fachhandel mit einem stabilen Preisniveau und guten Verfügbarkeiten rechnen.

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