Chipfabrik-Gesellschafter beraten Liquidationsplan

Die Auszubildenden kämpfen weiterhin für die Fortsetzung ihrer Lehre.

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  • dpa

Mit der Liquidation der Chipfabrik-Betreiberin Communicant AG in Frankfurt (Oder) befasst sich an diesem Montag die Gesellschafterversammlung des Unternehmens. Dazu zählen der Chiphersteller Intel, das Emirat Dubai, das Institut für innovative Mikroelektronik (IHP), die Firma GSMC Planning und das Land Brandenburg. Das milliardenschwere Projekt der Chipfabrik war Ende November daran gescheitert, dass keine Bund-Land-Bürgschaft für einen notwendigen Kredit zu Stande kam.

Ein Entwurf des Liquidationsplans hatte in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen gesorgt, weil er angeblich Millionenzahlungen für den dreiköpfigen Communicant-Vorstand als Abfindung vorsieht. Über alle Parteigrenzen hinweg hatten Politiker daraufhin gefordert, das zu verhindern und stattdessen die 129 gekündigten Lehrlinge ihre Ausbildung abschließen zu lassen. Im Potsdamer Landtag beschäftigt sich seit geraumer Zeit ein Untersuchungsausschuss mit den Ursachen für das Scheitern der Chipfabrik.

Wie schon der SPD-Wirtschaftsexperte Heiko Müller sprach sich am Sonntag auch der ausbildungspolitische Sprecher der PDS- Landtagsfraktion, Christian Görke, dafür aus, Communicant über eine so genannte stille Liquidation abzuwickeln. Dies könnte insbesondere den Lehrlingen ihre Ausbildung sichern. Am Wochenende sammelten die Auszubildenden in Frankfurt (Oder) Unterschriften, um ihre Lehre abschließen zu können. (dpa)/ (tol)