US-Unternehmen kritisieren Visumspolitik

US-amerikanische Unternehmer meinen, die aktuelle Visumspolitik der US-Regierung dĂĽnne den Hightech-Arbeitsmarkt aus.

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US-amerikanische Hightech-Firmen beklagen sich darüber, dass sie derzeit zu wenig hochqualifizierte Fachleute auf dem Arbeitsmarkt finden. Dies sei eine Folge der US-amerikanischen Politik, die im vergangenen Jahr ihr Visa-Programm für ausländische Fachkräfte zurückgefahren hat, berichtet die Los Angeles Times. Die Zeitung zitiert CEO Derek Cheung von Rockwell Scientific. Hochqualifizierte Arbeitskräfte seien lebenswichtig, doch es gebe nicht genügend Fachleute in den USA. Auch andere Unternehmen, Bildungsanstalten und Krankenhäuser bekämen Probleme, da sie nicht die nötigen Mitarbeiter einstellen können.

Im Oktober wurden Pläne der US-Regierung bekannt, dass die Anzahl der jährlich ausgestellten Visa von 195.000 im vergangenen Jahr auf 65.000 gekürzt werden soll. Bis Ende Dezember seien bereits 43.000 Visa bewilligt worden, das heißt, es bleiben im laufenden Fiskaljahr, das mit dem September endet, noch 22.000 Visa übrig. Allerdings gibt es auch Stimmen, die die Kürzungen befürworten. Sie sagen, dass die H-1B-Regelung in der Vergangenheit dafür missbraucht wurde, US-amerikanische Bürger durch billigere ausländische Arbeitskräfte zu ersetzen.

Das H-1B-Visum wird nur Bewerbern mit einer abgeschlossenen akademischen Ausbildung ausgestellt. Der Antragsteller muss zuvor in den USA eine Arbeitsstelle gefunden haben. Das H-1B-Visum kann für eine Anfangsdauer von 3 Jahren ausgestellt und danach verlängert werden, die Gesamtaufenthaltsdauer darf jedoch 6 Jahre nicht überschreiten. Allerdings kann das H-1B-Visum in eine Green Card umgewandelt werden. (anw)