Mögliche Ermittlungen gegen Communicant-Chef

Die Generalstaatsanwaltschaft prĂĽft einen Untreue-Vorwurf.

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  • dpa

Der Vorstandschef des gescheiterten Chip-Unternehmens Communicant, Abbas Ourmazd, steht laut Tagesspiegel wegen des möglichen Verdachts der Untreue im Visier der Generalstaatsanwaltschaft. Sie will in der kommenden Woche entscheiden, ob gegen Ourmazd Ermittlungen wegen Untreue aufgenommen werden. Das bestätigte Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg der Zeitung.

Nach seinen Angaben wird die Generalstaatsanwaltschaft auch dann, wenn sich der Anfangsverdacht nicht bestätigen sollte, den Vorgang weiter beobachten. "Wir werden dann prüfen, ob sich aufgrund der Erkenntnisse im Untersuchungsausschuss des Landtages neue Anhaltspunkte für den Untreue-Vorwurf ergibt", so Rautenberg.

Im November 2003 hat der Erlanger Lizenz-Experte Wolfgang Winzer Strafanzeige wegen Verdachts der Untreue gegen Ourmazd erstattet. Laut Winzer trägt Ourmazd unter anderem die Verantwortung dafür, dass das staatliche Institut für Halbleiterphysik (IHP) dem US-Konzern Intel als Mitgesellschafter von Communicant eine kostenlose Lizenz für seine Technologie gegeben habe, während Communicant für die Intel-Technologie 40 Millionen Dollar zahlen sollte. (dpa)/ (tol)