Roboter als Empfangsdame

Die Carnegie Mellon University in Pittsburgh beschäftigt seit kurzem einen Roboter als Empfangsdame -- entwickelt in einer Zusammenarbeit des Robotics Institute mit der School of Drama.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Die Carnegie Mellon University in Pittsburgh beschäftigt nach eigenen Angaben seit kurzem einen Roboter als Empfangsdame. Valerie -- montiert auf dem Chassis einer kommerziellen Roboterplattform von iRobot -- ortet Besucher der Newell-Simon Hall per Laserscanner und plaudert freundlich mit ihnen.

Die ungewöhnliche Gesprächigkeit, die die künstliche Empfangsdame dabei an den Tag legt, resultiert aus einer Zusammenarbeit der Roboterkonstrukteure vom Robotics Institute mit der School of Drama. Während die Roboter-Forscher, die unter anderem zur sozialen Interaktion von Mensch und Maschine forschen, die Software für eine möglichst lebensnahe Animation des Gesichtes ausarbeiteten, schrieben die Theaterwissenschaftler die Lebensgeschichte und die Dialoge. Zur Zeit ist die Kommunikation allerdings noch ein wenig einseitig -- Valerie plaudert zwar, aber Anfragen muss man noch per Keyboard stellen. Im nächsten Entwicklungsschritt wollen die Wissenschaftler der künstlichen Empfangsdame dann Spracherkennung, Bildverarbeitung und Lernalgorithmen einbauen.

Valerie ist allerdings nicht der erste Roboter, der an einem Empfangstresen arbeitet. Seit November 2003 ist am britischen Kings College der sprechende Roboterkopf Inkha installiert, der über ähnliche Fähigkeiten verfügt. Und seit einigen Jahren experimentierten die Wissenschaftler der Universität von Kioto mit dem humanoiden Roboter SIG, der aus der Lokalisierung von Geräuschquellen in Echtzeit Zusatzinformationen für den Dialog mit Menschen zieht. (wst)