Microsoft weitet Streit mit Lindows nach Kanada aus
Nach den USA und einigen europäischen Ländern versucht Microsoft nun auch in Kanada, Lindows.com die Nutzung des Firmennamens verbieten zu lassen.
Der Softwarekonzern Microsoft geht nun auch in Kanada juristisch gegen den kleinen Rivalen Lindows.com vor. Dem Unternehmen soll dort die Nutzung der Namen "Lindows", "Lindows.com" und "LindowsOS" untersagt werden, geht aus der Klageschrift hervor, die Microsoft in Ottawa eingereicht hat. Die Namen verletzten durch Ähnlichkeit das Recht auf die Marke "Windows", die Microsoft auch in Kanada besitzt.
"Microsoft konnte nicht in den USA gegen uns gewinnen, nun versuchen sie es in Kanada", beschwert sich CEO Michael Robertson. Der Software-Riese hatte Ende 2001 versucht, den Markennamen LindowsOS juristisch anzufechten. Der zuständige Richter entschied jedoch zu Ungunsten von Microsoft. In den Niederlanden und in Schweden hatten die Redmonder jedoch kürzlich mehr Erfolg. In diesen Ländern tritt Lindows.com als Lin---s.com auf.
Der kanadische Markt ist fĂĽr Lindows.com durchaus bedeutend. Etwa 20 Prozent seines Umsatz machte das Unternehmen dort. Im vergangenen November startete Lindows.com in Kanada eine Verkaufsoffensive. (anw)