Britische Unternehmen leiden unter Cyberkriminalität
Der größte Teil der großen britischen Unternehmen wurde im vergangenen Jahr Opfer krimineller Aktivitäten über das Internet.
Rund 83 Prozent der Unternehmen in Großbritannien wurden im Jahr 2003 Opfer einer Attacke aus dem Cyberspace. 77 Prozent seien von Viren oder Würmern befallen worden, während sich 20 Prozent einer Denial-of Service-Attacke ausgesetzt sahen. Finanziell über das Internet betrogen wurden rund 17 Prozent. Das geht aus einer Studie der National Hi-Tech Crime Unit (NHTCU) hervor, die laut britischen Medien heute vorgestellt wurde. Für die Untersuchung wurden 200 der größten britischen Unternehmen befragt.
Durch vorübergehende Stilllegung der virtuellen Geschäftstätigkeiten, Produktivitätsverlust und Image-Schäden seien den Unternehmen im vergangenen Jahr mehr als 195 Millionen Pfund (290 Millionen Euro) Schaden entstanden. Die "Aufräumarbeiten" nach einem Virusbefall kosteten die Unternehmen 27,8 Millionen Pfund, während Betrugsfälle einen Gesamtschaden von 121 Millionen Pfund verursachten. Für die gesamte Wirtschaft werden Schäden in Milliardenhöhe hochgerechnet. (anw)