T-Mobile will WLAN, GPRS und UMTS zusammenfĂĽhren
Wer mobil ins Internet geht, soll sich kĂĽnftig keine Gedanken mehr ĂĽber unterschiedliche Provider, Tarife oder Konfigurationen machen mĂĽssen.
Ob via GPRS, UMTS oder WLAN -- wer mobil ins Internet geht, soll sich in Zukunft keine Gedanken mehr über unterschiedliche Provider, Tarife oder Konfigurationen machen müssen. Das zumindest hat T-Mobile heute auf dem 3GSM World Congress im Rahmen seiner Strategievorstellung für ein integriertes 2G-, 3G- und WLAN-Netzwerk erklärt.
Je nachdem, ob sich etwa ein Laptop-User in der Nähe eines T-Mobile-WLAN-Hotspots, in einer UMTS-Funkzelle oder in einem Gebiet mit GPRS-Abdeckung befindet, soll ein nahtloser Wechsel zwischen den verschiedenen Zugangstechniken erfolgen. Über Details schweigt sich T-Mobile bislang allerdings noch aus. Erst zur CeBIT will man die genauen Tarife und Konditionen des "reibungslosen" mobilen Internetzugangs bekannt geben.
In Sachen UMTS gab sich T-Mobile-Chef Rene Obermann zuversichtlich: Entscheidend sei, so Obermann mit einem Seitenhieb auf Vodafone, nicht der Zeitpunkt des kommerziellen Netzstarts, sondern die Frage, wie man die Nutzer für die neuen Möglichkeiten begeistern könne: "Wir haben von den Fehlern bei WAP gelernt." Eine Einführung von eigenen UMTS-GPRS-Datenkarten für Notebooks werde in Kürze erfolgen und man hoffe, noch in diesem Jahr UMTS-Handys und -Dienste für den Massenmarkt anzubieten.
Positiv sieht T-Mobile die zunehmende Nutzung seines T-Zones-Portals. Im Dezember habe man eine Zahl von weltweit 5,5 Millionen "aktiven Nutzern" verzeichnet, die mindestens einmal im Monat T-Zones aufrufen. Dabei habe sich vor allem die Strategie ausgezahlt, ĂĽber T-Mobile ausgelieferte Handys mit einer fest konfigurierten Taste fĂĽr den Zugriff auf die T-Zones auszuliefern. Der Anteil des Umsatzes mit Datendiensten inklusive SMS ist gleichzeitig von 14 Prozent im Jahr 2002 auf 16 Prozent im Jahr 2003 gewachsen. (Christian Just) / (dz)