Serie-60-Smartphones von der Stange
Nokia bietet Lizenznehmern nun "schlĂĽsselfertige" Designs auf Grundlage der Serie-60-Plattform an.
Auf dem 3GSM World Congress hat der Handy-Marktführer Nokia Details zur Zukunft der populären Smartphone-Benutzerschnittstelle Serie 60 bekannt gegeben, die auf dem Smartphone-Betriebssystem Symbian aufsetzt.
Nokia bietet Lizenznehmern nun "schlüsselfertige" Designs auf Grundlage der Serie-60-Plattform an. Damit, so Nokia, könnten Hersteller Symbian-Smartphones schneller auf den Markt bringen. Eine zentrale Rolle spielen dabei "voll funktionsfähige Referenzdesigns". Drittanbieter, so genannte Series 60 Boutiques, passen diese Referenzdesigns nach Kundenwünschen an. Die ersten Designs gründen auf dem Prozessor OMAP730 von Texas Instruments (für GSM-Netze) sowie auf Motorolas i.300-Plattform (für UMTS-Netze); die Software-Anpassungen stammen von Elektrobit Group und Teleca.
Passend dazu konnte Nokia vermelden, dass mit Legend Group (Lenovo) der erste chinesische Mobiltefon-Hersteller die Series 60-Plattform lizenziert hat. Bisher setzt zum Beispiel mit Siemens ein namhafter Handy-Hersteller Serie 60 in seinem SX1-Smartphone ein, aber auch andere haben vielversprechende Serie-60-Smartphones in Arbeit, etwa Panasonic und das englische Unternehmen Sendo.
Um die Unabhängigkeit seiner Smartphone-Plattform zu demonstrieren, unterhält Nokia seit kurzem eine gesonderte Serie-60-Web-Site. Eine Lizenzierung weiterer Nokia-Plattformen, etwa Series 80 (auf der zum Beispiel der neue Communicator 9500 gründet) oder Series 90 (Nokia 7700) sei nicht geplant, hieß es im Gespräch mit heise mobil. (Christian Just) / (dz)