Bahn vergrößert Angebot an Online-Spartarifen

Ab 1. März gibt es für "Surf&Rail" mehr Strecken und ein größeres Sitzplatzkontingent.

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  • Hermann Wygoda

Ab 1. März wird die Deutsche Bahn ihr Online-Angebot Surf&Rail verdoppeln. Die Zahl der Verbindungen, die mit einer Hin- und Rückfahrt zweiter Klasse zum Festpreis von 50 Euro angeboten werden, wird auf 20 erhöht. Neu sind jetzt unter anderen auch die Strecken Frankfurt-Berlin, Frankfurt-Salzburg, München-Leipzig, Dresden-Nürnberg und München-Kassel im Angebot. Auch das Sitzplatzkontingent werde von 10.000 Plätze auf 20.000 Plätze erhöht, erläuterte der Leiter der E-Commerce-Sparte bei der Bahn, Reinhold Pohl, heute in Frankfurt.

Die meistverkauften Strecken des im Oktober 2003 gestarteten Angebots waren Berlin-Köln, Köln-München und Hamburg-München. Nach einer Umfrage der Bahn haben 70 Prozent der Kunden erklärt, sie wären ohne dieses Angebot nicht Bahn gefahren.

Um die Online-Abwicklung der Bahntickets auch jenen Kunden zu erleichtern, die keine Kreditkarte haben oder ihre Kreditkarten-Nummer nicht online versenden wollen, können die am PC gekauften Tickets ab sofort auch per Lastschrift bezahlt werden. Allerdings sieht Pohl das Online-Geschäft bei der Bahn als "durchaus begrenzt" an. Im Gespräch mit heise online verwies er darauf, dass bislang erst jeder Zweite Zugang zum Internet habe und der Verkauf der Karten für den Nahverkehr nicht wirtschaftlich sei. Auch sei beispielsweise die Organisation einer Klassenfahrt nur mit Beratung am Schalter zu lösen. Allerdings sieht der E-Commerce-Verantwortliche noch einiges Potenzial in all' jenen Gebieten, in denen der Weg zum Bahnhof zu weit ist. So haben seine Beobachtungen ergeben, dass etwa in den Taunus-Vororten Hessens, wo die Bahn ihre Bahnstrecken stillgelegt hat, die Zahl der Online-Kunden weiter steige. (Hermann Wygoda) / (anw)