Bouygues Telecom sieht UMTS kritisch

Der französische Mischkonzern sieht keinen Anlass in UMTS zu investieren, sondern setzt lieber auf i-Mode.

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  • dpa

Angesicht seines Erfolgs mit dem Multimedia-Angebot i-mode sieht der französische Mischkonzern Bouygues vorerst keinen Anlass, in die Mobilfunktechnik UMTS zu investieren. UMTS sei nicht ausreichend beherrscht, in Gebäuden schwer zu empfangen und zu teuer, sagte Konzernchef Martin Bouygues heute in Paris. Außerdem biete UMTS nichts, was nicht auch mit anderer Technik möglich wäre.

Der französische Mobilfunkanbieter hat für i-mode seit der Einführung Ende 2002 mehr als 570.000 Kunden gewonnen, die einen Monatsumsatz von mehr als 70 Euro pro Kunde generieren. i-mode wurde vom japanischen Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo entwickelt und ist nicht auf UMTS-Technik angewiesen, aber auch mit UMTS einsetzbar.

Bouygues Telecom steigerte 2003 den Umsatz um 12 Prozent auf 3,28 Milliarden Euro und den Ăśberschuss um 55 Prozent auf 201 Millionen Euro. Bei Investitionen von 380 Millionen Euro konnte der Nettokapitalfluss von 896 Millionen Euro zum Abbau der Bankschulden genutzt werden, die 2005 ganz getilgt werden sollen. (dpa) / (tol)