Waferproduzent Siltronic geht noch vor Ostern an die Börse

Mit dem Kapital will Siltronic, größter nichtjapanischer Hersteller von Reinstsilizium-Wafern, Schulden bezahlen und in die Entwicklung neuer Produkte investieren.

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  • JĂĽrgen Kuri

Der Börsengang des Halbleiter-Produzenten Siltronic AG steht unmittelbar bevor. Wahrscheinlich noch vor Ostern (11./12. April) werde die Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sein, sagte Vorstandsvorsitzender Wilhelm Sittenthaler am Donnerstag in Freiberg. Damit beendete Sittenthaler alle Spekulationen über den Termin für den Börsengang der Tochter von Wacker Chemie. Zuletzt hatte im Juli 2002 mit der Freiburger Solarfabrik ein deutsches Unternehmen den Gang an die Börse gewagt.

Mit dem Kapital will Siltronic Schulden bezahlen und in die Entwicklung neuer Produkte investieren. Siltronic ist der größte nichtjapanische Hersteller von Reinstsilizium-Wafern für die Halbleiterherstellung. Weltweit hat die Firma nach eigenen Angaben an den Standorten in Europa, in den USA, Asien und Japan rund 7000 Beschäftigte. Siltronic baut gerade ein neues Werk für 300-mm-Wafer in Freiberg in Sachsen auf, für das die EU 121 Millionen Euro staatlicher Beihilfen genehmigte. Das neue Werk hat im Dezember 2003 bereits seinen Testbetrieb der ersten Prozess-Stufe aufgenommen, ab Juni 2004 sollen die Kunden beliefert werden. Im Vollausbau soll es dann 150.000 Wafer pro Monat herstellen. Derzeit produziert Wacker etwa 70.000 300-mm-Wafer im Monat an den beiden Standorten Burghausen und Kikari (Japan). (jk)