Frankreichs Finanzminister will Milliarden von den Mobilfunkfirmen
Bei der Neuverhandlung der GSM-Lizenzverträge möchte der französische Staat ein größeres Stück vom Gewinnkuchen.
In Frankreich ist ein handfester Streit zwischen dem Finanzministerium und den beiden größten Mobilfunkunternehmen des Landes ausgebrochen. Im Kern geht es um die Einnahmen aus dem lukrativen GSM-Geschäft, berichtet die Wirtschaftszeitung Les Echos. Bei dem Streit geht es um die Konditionen, zu denen die Betreiberlizenzen für bestehende Mobilfunknetze der zweiten Generation (GSM) erneuert werden sollen, wenn diese im März 2006 auslaufen. Der Finanzminister strebt eine Abgabe von fünf Prozent aus den Einnahmen der GSM-Betreiber Orange und SFR an. Dies brächte dem Staatssäckel jährlich fast eine Milliarden Euro ein.
Die Abgabe würde zusätzlich zu einer Lizenzgrundgebühr erhoben, die sich verdreifachen könnte. Zurzeit beträgt diese Grundgebühr 15 bis 22 Millionen Euro. Die Bedingungen zur Erneuerung der Lizenzen müssen zwei Jahre vor Lizenzablauf beschlossen werden, schreibt die Zeitung. Weder Orange noch SFR waren bislang zu einer Stellungnahme bereit. (tol)