IT-Dienstleister GFT auf Weg zu alter Stärke

Vorstandschef Ulrich Dietz hat für 2010 einen spürbaren Umsatz- und Ergebnisanstieg angekündigt. GFT will außerdem in den nächsten Monaten zukaufen und 150 neue Jobs im Konzern schaffen.

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  • dpa

Der IT-Dienstleister GFT ist auf dem Weg zu alter Stärke. Vorstandschef Ulrich Dietz hat am heutigen Montag in Stuttgart für 2010 einen spürbaren Umsatz- und Ergebnisanstieg angekündigt. GFT will außerdem in den nächsten Monaten zukaufen und 150 neue Jobs im Konzern schaffen. "Wir spüren, unsere Kunden kommen aus der Krise heraus." Die gesamte IT-Branche lege wieder zu, so der Manager und berief sich bei seinem Ausblick auf eine Prognose des Branchenverbands Bitkom.

Für das laufende Jahr rechne der IT-Dienstleister wegen der anziehenden Nachfrage mit einem Umsatz von 230 Millionen Euro, erklärte der Vorstandsvorsitzende. Beim Ergebnis vor Steuern peilt das Unternehmen Dietz zufolge einen Wert zwischen 8 und 9 Millionen Euro im Jahr 2010 an. Der Mitarbeiterzuwachs sei vor allem in Spanien und Brasilien, aber auch in Deutschland geplant.

"Nach einem schwierigen Start haben wir das Jahr 2009 mit einem dynamischen Endspurt beendet", erklärte Dietz die Entwicklung in den vergangenen Monaten. Im zweiten Halbjahr habe vor allem das Geschäft mit Finanzdienstleistungen angezogen.

Insgesamt musste GFT 2009 wegen der weltweiten Finanzkrise einen Umsatzrückgang im Jahresvergleich von 236,6 Millionen auf 216,8 Millionen Euro verbuchen. Das Ergebnis vor Steuern verringerte sich nach vorläufigen Zahlen von 9,6 Millionen auf 7,8 Millionen Euro. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich jedoch von 1027 auf 1144. Trotz des Ergebnisrückgangs will GFT eine Dividende auf Vorjahresniveau von 0,10 Euro ausschütten.

Der Vorstandschef kündigte an, dass der Verkauf des schwächelnden Geschäftsbereichs Software bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein soll. Für Akquisitionen habe der IT-Dienstleister im Gegenzug bis zu 30 Millionen Euro zur Verfügung. "Unsere Kriegskasse ist gut gefüllt", betonte Dietz. "Wir sind intensiv auf der Suche nach Zukäufen." (anw)