ASIC-Hersteller X-Fab strebt an die Börse

Die Erfurter Firma X-Fab, die anwendungsspezifische Schaltkreise (ASICs) herstellt und aus dem DDR-Kombinat Mikroelektronik hervorgegangen ist, plant ihren Börsengang laut einer Zeitungsmeldung für den 18. März.

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  • dpa

Der Schaltkreishersteller X-Fab mit Hauptsitz in Erfurt peilt nach einem "Handelsblatt"-Bericht vom gestrigen Freitag als Termin für seinen geplanten Börsengang den 18. März an. Die Zeitung beruft sich dabei auf Finanzkreise. Eine Unternehmenssprecherin wollte den Termin nicht bestätigen. Die X-Fab Semiconductor Foundries AG hatte Anfang Februar mitgeteilt, dass sie Vorbereitungen für einen Börsengang im ersten Halbjahr 2004 treffe.

Die aus dem früheren DDR-Kombinat Mikroelektronik hervorgegangene Firma X-Fab beschäftigt in Fertigungsstätten in Erfurt, den USA und Großbritannien insgesamt rund 1000 Mitarbeiter. Hauptgesellschafter ist die belgische Beteiligungsgeselllschaft ELEX N.V. mit mehr als 85 Prozent ‐ sie will im Rahmen eines Börsenganges Anteile verkaufen. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder entsprechende Spekulationen gegeben. Nach dem Zeitungsbericht kann der geplante Schritt Einnahmen von etwa 125 Millionen Euro bringen.

Das Erfurter Unternehmen stellt anwendungsspezifische Chips (ASICs) im Kundenauftrag vor allem für die Automobilindustrie sowie für Unternehmen des Bereichs Kommunikationstechnik her. Die drei Fertigungsstätten haben nach Firmenangaben eine Kapazität von 8000 Wafern pro Woche. Am Hauptsitz in Erfurt arbeiten etwa 550 Fachleute. (dpa) / (psz)