Aktion: Sicheres Gebäude

Die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen engagiert sich für sicherere Gebäude und damit verbunden für eine Stärkung des IT-Standorts Berlin.

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Von
  • Ulrich Hottelet

Die Berliner Initiative Sicherheit mit IT hat offiziell ihr erstes Projekt gestartet, die Aktion "Sicheres Gebäude". Ziel der Initiative unter Federführung der Senatswirtschaftsverwaltung ist es, einen "Wachstumskern im Zukunftsmarkt Sicherheit für Gesellschaft, Staat und Wirtschaft" zu schaffen und damit den IT-Standort Berlin zu stärken.

Ein in den vergangenen Jahren errichtetes oder modernisiertes Gebäude enthält in aller Regel eine umfangreiche, zum Teil hochkomplexe Gebäudetechnik. Bei Ausfall von Systemen oder einzelnen Funktionen kann es durch unerwartete Kombinationseffekte zu beträchtlichen Schäden kommen, die sogar zur völligen Zerstörung des Gebäudes führen können. Andererseits verhindern bislang oft proprietäre Schnittstellen, dass einzelne Sicherheitstechniken miteinander kommunizieren, lautet die Problemstellung. Die hinter der Aktion stehende Initiative ProBuilding (Protected Building) will dem nicht durch die Vereinheitlichung von Schnittstellen entgegenwirken, sondern durch systemneutrales Sammeln der Daten aus den unterschiedlichen Systemen in einer zentralen Datenbank.

Erster Arbeitsschwerpunkt der Aktion ist die Verständigung auf eine Definition des "sicheren Gebäudes" und seiner Eigenschaften. Dazu sei es auch nötig zu klären, welche Systeme miteinander vernetzt werden müssen. "Durch die Definition können wir Standards setzen und später sogar eine eigene Zertifizierung anbieten", sagte Wolfgang Both von der Berliner Senatswirtschaftsverwaltung bei der Präsentation der Aktion am Freitag. Weitere Schwerpunkte sind der Aufbau einer Testplattform in Berlin und einer Website, auf der sich Experten verständigen sollen, die aber auch die breite Öffentlichkeit über die Entwicklung des Projekts informieren soll. Die Site soll am Montag unter der Adresse www.probuilding.de online gehen.

Auch die Personenortung im Gebäude will die Initiative verbessern. "Unsere Aufgabe ist es, einen Mix der verschiedenen bestehenden Ortungssysteme wie GPS, Loran-C, GSM, Sensoren und Transponder zu definieren und zu testen. Dieser Mix soll an den jeweiligen Gebäudetyp angepasst werden", sagte Stefan Baumann, Projektmanager des Konsortiumpartners Telematika. Weitere Partner der Initiative sind Gebäudemanagement-Anbieter GegenbauerBosse, das Ingenieurbüro TEKO, IT-Dienstleister arxes, Dr. Riedel Automatisierungstechnik, die Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik und die Technische Fachhochschule Wildau. (Ulrich Hottelet) / (ola)