Eric Raymond schimpft auf CUPS

Der Open-Source-Guru beschreibt in einem Essay, warum die Entwickler der Benutzeroberfläche des Unix-Druckdienstes CUPS kläglich versagt hätten.

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Von
  • Oliver Lau

"Das ist ein Paradebeispiel dafür, warum technisch wenig versierte Leute schreiend vor Unix davonlaufen." So beschreibt Eric S. Raymond, Open-Source-Verfechter ersten Ranges, seinen persönlichen Horror bei der Konfiguration des Unix-Druckdienstes CUPS unter Red-Hat-Linux Fedora Core 1. Gut gemeint ist eben nicht gut gemacht, tolle Oberflächen (graphical user interface, GUI) und dicke Handbücher seien nicht ausreichend. Als Entwickler müsse man unbedingt darauf eingehen, welche Aufgaben ein Nutzer mit einer Software lösen will. Die CUPS-Leute hätten hierbei kläglich versagt. Den "Luxus der Ignoranz" könnten sich nur die User leisten.

Vielleicht kann ja nicht nur Microsoft etwas von Open Source lernen, sondern umgekehrt auch Open Source etwas von Microsoft. Raymond hat jedenfalls schon mal sechs goldene Regeln zusammengestellt, von denen sicher beide Seiten bei der GUI-Programmierung profitieren könnten. Etwa: "Wenn der Nutzer einen Blick ins Handbuch werfen muss, ist das Design der Oberfläche misslungen." (ola)