Microsoft denkt ĂĽber regionsspezifische Preise nach
Die Redmonder wollen ihre Software-Preise möglicherweise in den nächsten Monaten an die Lebenshaltungskosten der Zielländer anpassen.
Ein Preis für alle Länder. Unter dieser Maßgabe hat Microsoft bislang seine Software unter die Leute gebracht. Daran soll sich jetzt nach US-Medienberichten einiges ändern. Auf einer Analystenkonferenz am vergangenen Freitag hat General Manager Martin Taylor gesagt, dass Microsoft seine Preisstrategie vor allem in Geschäften mit ausländischen Regierungen überdenken werde. So überlege man derzeit die Preise der eigenen Produkte an die Lebenshaltungskosten des jeweiligen Landes anzupassen.
"Wie teuer ist ein Big Mac in Indien in Vergleich zu einem in New York oder in Taipei?", fragte er in die Runde. "Und wie bildet man dieses Preisgefüge auf Software ab?" Das sei ein schwieriges Problem und nur in Zusammenarbeit mit den Regierungsvertretern zu lösen. Dessen wolle man sich "in den nächsten Monaten" annehmen.
Taylor spielte mit seiner Anmerkung auf den "Big-Mac-Index" an, der vom Wirtschaftsmagazin Economist entwickelt wurde. Anhand der sehr unterschiedlichen Preise für den genormten Burger in verschiedenen Ländern lässt sich angeblich unter anderem auf die Kaufkraft schließen. (ola)