Volle Kontrolle fĂĽr die Gesundheit
Heute ein Fernseher, morgen ein tragbares EKG? Medizinische Daten könnten in Zukunft mit leicht verfügbaren Geräten vom Patienten selbst erhoben werden -- Ärzte würden nur noch im Notfall gebraucht
Die Überwachung von chronisch erkrankten Patienten verlagert sich zunehmend auf deren häusliches Umfeld: In diesem Sommer soll in den USA ein Großprojekt starten, bei dem ein Überwachungssystem bei an Diabetes erkrankten Personen installiert wird, berichtet Technology Review. Protokolliert werden Werte wie Blutzucker, Blutdruck und Gewicht sowie Faktoren wie Raumtemperatur und körperliche Aktivitäten. Die Daten werden automatisch an einen drahtlosen "Home Hub" geschickt, der die Daten einmal täglich per Internet in die zentrale Datenbank des Betreibers InterMed hochlädt.
Alarmsignale werden, falls notwendig, an die medizinischen Betreuer abgesetzt -- beispielsweise, wenn der Blutzucker regelmäßig zu hoch ist. Außerdem liefert das System ein "tägliches Rezept": Ein "virtueller Doktor" oder eine "virtuelle Krankenschwester" in Form einer Animation auf dem Computerbildschirm gibt auf den Patienten abgestimmte Verhaltenstipps.
Diese Form der Betreuung dürfte in den alternden Gesellschaften Zukunft haben: Nicht nur spart sie medizinisches Personal, sie liefert auch mehr und genauere Daten als selbst häufige Arztbesuche. Geschätzte 100 Unternehmen in den USA bedienen den jungen Markt. Herrschel Peddicord, Gründer und CEO des Heimüberwachungsunternehmens HomMed, glaubt, dass die nötigen Geräte so normal werden könnten wie Fernseher: Er sagt voraus, dass sie künftig in einfachen Elektrofachmärkten zu kaufen sein werden.
Zu dem Thema den ausfĂĽhrlichen Artikel in Technolgy Review:
(sma)