Polizei in Karlsruhe deckt Teil eines Kinderporno-Rings auf

Ausgangspunkt waren Ermittlungen gegen einen 31 Jahre alten Mann aus Karlsruhe. Er war vor knapp einem Jahr ins Visier der Ermittler geraten, weil er im Internet Kinderpornografie angeboten hatte.

vorlesen Druckansicht 567 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • dpa

Die Karlsruher Polizei hat einen Teil eines bundesweit tätigen Kinderporno-Rings mit 51 Beschuldigten aufgedeckt. In den vergangenen Monaten seien 558 Videokassetten, 315 Disketten, 280 CDs, 24 Computer und zwei Digitalkameras sichergestellt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft heute mit. Ausgangspunkt waren Ermittlungen gegen einen 31 Jahre alten Mann aus Karlsruhe. Er war vor knapp einem Jahr ins Visier der Ermittler geraten, weil er im Internet Kinderpornografie angeboten hatte.

E-Mail-Kontakte des 31-Jährigen führten die Polizei auf die Spur der anderen 50 Beschuldigten aus dem gesamten Bundesgebiet, davon zehn aus Baden-Württemberg. Bei den mehreren tausend kinderpornografischen Darstellungen handelt es sich nach Angaben der Polizei um Fälle, bei denen Männer offenbar in Osteuropa und in Asien ausschließlich kleine Jungen missbrauchten. Einige Beschuldigte seien einschlägig vorbestraft. Es ergingen keine Haftbefehle. Erst vor ein paar Tagen waren während einer internationalen Aktion mehrere Wohnungen weltweit durchsucht worden, 26 Verdächtige kamen aus Deutschland. (dpa) / (anw)