Datenleck bei Softbank/Yahoo BB
Vier Tatverdächtige sollen sich durch die Sicherheitslücke 4,5 Millionen Datensätze von Breitbandkunden bei Softbank/Yahoo BB besorgt und Softbank BB erpresst haben.
In Japan gibt es derzeit eine intensive Diskussion über die Sicherheit von Daten bei Unternehmen. Bei Softbank BB, einer Tochter der Softbank-Gruppe und Japans größter Breitband-Anbieter, ist ein großes Datenleck bekannt geworden, durch das Unbefugte auf über 4,5 Millionen Datensätze von Yahoo-BB-Kunden zugreifen konnten. An Yahoo Broadband in Japan hält Softbank 55 Prozent der Anteile.
Für gewöhnlich sind 135 Personen zur Einsicht in die Datenbank autorisiert, doch durch einen Systemfehler hatten zum Beispiel auch Servicedienstleister Zugriff auf die Daten. Medien berichten vom "größten Datenleck aller Zeiten", laut Softbank ist bislang nicht klar, wie die Daten nach außen gelangen konnten.
Das Sicherheitsloch wurde im Rahmen von Ermittlungen gegen vier Personen entdeckt, die die Softbank Corp. und Softbank BB erpresst haben sollen. Diese sollen 4,5 Millionen Personendaten von Yahoo BB auf DVDs kopiert haben, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Nikkei. Die Softbank-Gruppe will den Yahoo-Kunden nun 4 Milliarden Yen (29 Millionen Euro) Schadensersatz zahlen. Die gestohlenen Daten enthielten nach Angaben von Softbank Namen, Telefonnummern, Adressen, E-Mail-Adressen der Kunden, Yahoo-Mailadresse und Kunden-ID bei Yahoo Japan, aber keine Informationen ĂĽber Zugangsdaten oder Kreditkarten. (anw)