Digitale Verbraucherelektronik ĂĽberholt analoge
Der Umsatz mit digitaler Verbraucherelektronik wächst in Deutschland, während der Umsatz mit analogen Geräten schrumpft.
Im vergangenen Jahr wurden mit digitalen Geräten der Unterhaltungselektronik in Deutschland 5,5 Milliarden Euro umgesetzt, das sind 29 Prozent mehr als im Jahr 2002. Noch bemerkenswerter ist für den Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (Bitkom), dass die digitalen Geräte beim Umsatz die analogen erstmals überholt haben. Mit analogen Geräten seien im Jahr 2003 mit 4,4 Milliarden Euro 16 Prozent weniger umgesetzt worden. Die Anbieter von Internet- und Online-Diensten, Multimedia und Unterhaltungssoftware melden demgegenüber ein Plus um 15 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.
Diese Entwicklung wird sich nach Angaben des Bitkom dieses Jahr fortsetzen. Auf der CeBIT werde deshalb in diesem Monat erstmals das gesamte Segment der digitalen Verbraucherelektronik gezeigt. Bitkom-Präsident Willi Berchtold meint: "Diese Konsumwelt zu einem integralen Bestandteil der CeBIT zu machen, ist konsequent und wird von uns begrüßt." Schließlich werde die Informations- und Kommunikationstechnik und die klassische Unterhaltungselektronik nach seiner Einschätzung immer stärker zusammenwachsen.
Insgesamt wuchs der Markt für Unterhaltungselektronik um 4,2 Prozent. Dazu trugen die 355.000 verkauften Flachbildschirme bei, 136.000 mehr als im Jahr 2002; das macht in diesem Segment eine Steigerung von 330 Millionen auf 636 Millionen Euro. Digitalkameras legten in absoluten Zahlen noch stärker zu: Hier wuchsen die Umsätze um 493 Millionen Euro auf 1,43 Milliarden Euro. Den stärksten prozentualen Sprung machten die Verkäufe von MP3-Spielern mit einem Plus von 400 Prozent. 2004 werde der Umsatz mit digitalen Geräten um 13 Prozent zulegen und der Verkauf analoger Geräte um 9 Prozent zurückgehen, prognostiziert Bitkom. (anw)