Mio stellt 7-Zoll-Navi mit Nvidia Tegra vor
Mios 7-Zoll-Navigationsgerät Moov V780 läuft auf Nvidias Tegra-Plattform und soll mit Fernsehempfang, HD-Videoausgang und Internetzugang auch als Multimedia-Player und Internet Tablet punkten.
(Bild:Â heise mobil)
Mio hat auf der CeBIT (Halle 17, Stand B11) sein erstes Navigationsgerät mit Internetverbindung vorgestellt. Mit einem für ein Navi sehr großen 7-Zoll-Display und 800 × 480 Pixel Auflösung soll das Moov V780 über die Navigationsfähigkeiten hinaus beim Anwender mit Entertainment und Internetfunktionen punkten: Das 445 Gramm schwere Gerätspielt Filme in H.264, H.263, DivX, WMV, MPEG4 und MOV ab und gibt sie per HDMI an externe Abspielgeräte weiter. Dabei unterstützt das Navi auch HD-Videos in 720p. Wie schon Mios erstes 7-Zoll-Navi V735 ist das V780 mit DVB-T-Empfänger außerdem ein mobiler Fernseher, neben einer ausziehbaren Antenne lässt sich auch eine externe anschließen.
Für die nötige Geschwindigkeit sorgt Nvidias System-on-a-Chip (SoC) Tegra mit ARM-Prozessor (600 MHz). Der austauschbare 2300-mAh-Akku soll beim Abspielen von HD bis zu 5 Stunden, beim Navigieren bis zu 2 Stunden laufen. Als interne Speicherkapazität gibt Mio 4 bis 8 GByte an, diese lässt sich per microSDHC erweitern. Datenübertragung vom PC gelingt über USB (Mini USB 2.0), eine Synchronisationssoftware für Medien soll mitgeliefert werden. Die mit der auf der Rückseite eingebauten 2-Megapixel-Kamera geschossenen Fotos werden mit der aktuellen Position (Geotagging) versehen.
Über WLAN (802.11b/g) und über ein optionales, HSDPA-fähiges UMTS-Modul verbindet sich das V780 mit dem Internet. Installiert sind ein E-Mail-Client, der Internet Explorer 6 mit einer etwas aufgehübschten Oberfläche und Flash-Unterstützung sowie ein Youtube-Client. Der E-Mail-Client unterstützt IMAP und POP sowie Microsoft Exchange ActiveSync und darüber auch Google-Pushmail. Zum Schreiben wird eine virtuelle Tastatur eingeblendet, für längere Texte bietet Mio externe Tastatur mit Stoffhülle an, die das Navigationsgerät wie einen Netbook-Bildschirm aufrichtet.
(Bild:Â heise mobil)
Als Betriebssystem ist ein Embedded Windows (CE 6.0) mit einer schicken, 3D-animierten Oberfläche von Mio im Einsatz. Mit Anwendungen von Drittherstellern erweitern lässt sie sich derzeit nicht, Mio plant aber, selbst weitere zu entwickeln und in späteren Modellen Windows-CE-Programme Dritter zuzulassen. Durch die Anwendungen und Medieninhalte navigiert man über den kapazitiven Touchscreen mit Fingergesten, in einigen Anwendungen unterstützt das V780 auch Multitouch, beispielsweise für das Zoomen oder Drehen von Bildern.
Die Software Mio Spirit, die bereits bei anderen aktuellen Mio-Modellen im Einsatz ist, wird auf dem deutschen Markt mit Europakarten (43 Länder) des Geodatenanbieters Tele Atlas ausgestattet sein. Das Gerät soll Verkehrsinformationen per TMC abrufen und historische Streckenprofile (IQ Routes) bei der Routenkalkulation berücksichtigen.
(Bild:Â Mio)
Einen endgültigen Funktionskatalog für die Navigation konnte Mio aber noch nicht präsentieren: Man könne eine ähnliche Ausstattung wie bei vergleichbaren Premiumgeräten erwarten, hieß es. Spezielle Internetdienste, beispielsweise Wetterinfos auf der Route sollen ebenfalls implementiert sein, Echtzeitverkehrsdaten wie bei den Netznavis der Konkurrenz aber nicht.
Auf den Markt kommen soll das Moov V780 in Deutschland Ende des 2. Quartals 2010. Der Preis soll bei etwa 500 Euro liegen, Tastaturtasche inbegriffen. (acb)